Experimente mit Atomuhren TU-Forscher: Zeitreisen sind möglich

Der Wunsch, durch die Zeit zu reisen, hat viele Filmemacher inspiriert. George Pal hat aus dieser Idee den Film "The Time Machine" entwickelt.

(Foto: Getty)

Der Münchner Astrophysiker Andreas Müller erklärt, wie man in die Zukunft gelangen könnte. Das Problem ist eher der Weg zurück.

Zeitreisen sind möglich - und sie finden auf der Erde bereits jeden Tag statt. Der Astrophysiker Andreas Müller von der Technischen Universität München hat darüber ein Buch geschrieben, in dem er erklärt, dass alles nur eine Frage der richtigen Geschwindigkeit sei.

"Dass selbst unsere kleine Erde die Zeit dehnt", sei durch Experimente mit Atomuhren nachgewiesen worden, sagt Müller in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. "Im Tal vergeht die Zeit langsamer als auf der Bergspitze", erklärt der 42-Jährige, das hänge mit dem Abstand zur Erdmasse zusammen. "Ich sage deshalb in meinen Vorträgen immer, dass Stewardessen schneller altern."

Die Suche nach dem Wurmloch

Für nennenswerte Ausflüge in die Zukunft fehle es nur noch an der nötigen Geschwindigkeit. Eine von Menschen konstruierte Raumsonde habe zwar bereits ein Tempo von fast 200.000 Kilometern pro Stunde erreicht. "Wir bräuchten für Zeitreisen aber annähernd Lichtgeschwindigkeit", sagt Müller, "und das ist eine Milliarde Kilometer pro Stunde".

Reisen zurück in die Vergangenheit seien komplizierter, dazu brauche es "eine Abkürzung durch Raum und Zeit, ein Wurmloch". Das Problem sei aber, so Müller, dass "keiner weiß, ob es Wurmlöcher gibt".

"Heute Morgen war ich noch gestern"

Andreas Müller, Astrophysiker an der TU München, hat ein Buch über Zeitreisen geschrieben. Ausflüge in die Zukunft sind durchaus möglich - wenn man schnell genug unterwegs ist. Interview von Gerhard Fischer mehr ...