Elektroautos sind umweltfreundlich, aber in ihrer Reichweite begrenzt. Ein Münchner Designer hat die Lösung: Ein Straßenbelag, der dem Auto Energie liefert.
Die Zukunft der Mobilität entsteht in einem unscheinbaren Haus im Münchner Stadtteil Bogenhausen. Zwischen einem gemütlich lodernden Kaminfeuer, einer Sofa-Ecke und mehreren Flachbildschirmen im Fernsehformat liegt Christian Förgs Diplomarbeit. "Speedway" heißt das Konzept, mit dem der Industriedesign-Absolvent vor einem Jahr an der Hochschule München seinen Abschluss machte. Note: 1,0.
Es begann mit dem Ausbruch aus der traditionellen Verkehrsplanung: Matthias Nirschl, Wanja Steinmaier und Christian Förg (von links) haben zusammen studiert und betreiben nun eine eigene Design-Agentur. (© Foto: Alessandra Schellnegger)
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Die Arbeit, die eine Revolution des Elektroautos skizziert, hat sich gelohnt: Inzwischen betreibt der 27-Jährige mit zwei ehemaligen Kommilitonen eine eigene Design-Agentur.
92 Prozent perfekt geeignet
"Der Mensch ist zu bequem, um seine Gewohnheiten einfach so zu ändern", lautet das nüchterne Fazit, das Förg während seiner Diplomarbeit gezogen hat. "Öffentliche Verkehrskonzepte können noch so ausgereift sein - solange der Ölpreis nicht unglaublich steigt, werden die wenigsten ihr lieb gewonnenes Auto aufgeben."
Förg hat berechnet, dass 92 Prozent der täglichen Autofahrten unter 100 Kilometern liegen und damit perfekt für Elektroautos geeignet wären. Nur: "Die Leute wollen das Potential. Und die Wunderbatterie wird es auch in naher Zukunft nicht so schnell geben."
Die Alternative: ein Elektroauto, das sich in zwei Modi bewegen kann. Zum einen in der Stadt, mittels Elektromotor, zum anderen auf dem "Speedway" - eine Autobahn, auf der ein elektromagnetisches Feld das Fahrzeug antreibt und die Batterie gleichzeitig auflädt.
"Eine überschaubare Summe"
Das Ganze geschieht über einen Linearmotor, wie er etwa bei Magnetschwebebahnen längst genutzt wird. "Da die Linearmotoren unter der Autobahnoberfläche sind, wird niemand verprellt. Auch normale Autos mit Benzinmotor können weiter auf der Strecke fahren", so Förg. Und: "Die Kosten wären nicht besonders hoch."
Die Umrüstung einer bestehenden Autobahn, schreibt Förg in seiner Diplomarbeit, koste etwa 8,5 Millionen Euro. Ein Kilometer "normale" Autobahn koste im Vergleich zwischen sechs und zwölf Millionen Euro. "Eine überschaubare Summe", findet Förg, "zumal die Fahrbahndecke wegen Sanierungen ohnehin häufig aufgefräst werden muss."
Auf der nächsten Seite: Das neueste Projekt der jungen Designer: Ein Gerät, dass die Lautstärke beim Öffnen einer Bierflasche misst.
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Was ist dann mit Fahrten ins Ausland? Alle Nachbarländer müssten dann auf dasselbe System aufrüsten.
Die Idee eines Induktions-Speedway für Elektroautos ist nicht mehr als ein Party-Gag, ebenso wie das Plopp-o-Meter.
Oder soll man sagen "Diplomarbeits-Gag"?
Elektroautos brauchen keine Induktionsstraße, sobald Batterien verfügbar sind, die sich schnell (in 5 min) aufladen lassen und 200 km oider mehr Reichweite ermöglichen. Da das in naher Zukunft noch nicht erreichbar ist (aber die Entwicklung dahin zeichnet sich schon sehr deutlich ab), wird man bis dahin PlugIn-Hybride bauen, die vielleicht 50-100 km Reichweite haben, in wenigen Stunden an der Steckdose aufladbar sind und für Langstrecken einen kleinen Benzinmotor (30-50 kW) mit Stromgenerator an Bord haben. Solche PlugIn-Hybriden lösen alle Probleme in der Übergangszeit zu reinen Elektroautos und werden in wenigen Jahren bezahlbar sein - im Gegensatz zur Induktionsschleifenverlegung und Kraftwerksanbindung von 12.550 Kilometern Autobahn multipliziert mit 8,5 Mio. pro Autobahnkilometer, was 106 Mrd. ausmacht.
... bleibt die zentrale Einrichtung, welche die heutzutage doch allenthalben sprießenden "Induktionsautopflänzchen" koordiniert und zusammenführt und letztlich serienreif zum Blühen bringt? Ich fürchte das muß was "Staatliches" werden, denn die Autofuzzies legen derlei Arbeiten ja doch nur in die Schublade, weil sie zu faul sind, was wirklich Alternatives zu machen.