Sandra Maischberger fragte nach wahren Asozialen. Da hat es ein FDP-Mann schwer - und Wolfgang Grupp leicht.
Was machen, wenn eine Politdebatte ihren Zenit bereits deutlich überschritten hat? Was, wenn sich die nächste noch ziert, durch die Fernsehstudios der Republik getrieben zu werden?
Unternehmer Wolfgang Grupp zu Gast bei Sandra Maischberger - und im Clinch mit einem Ex-Börsenstar. (© Fotos: dpa, AP, Grafik: sueddeutsche.de)
Anzeige
Da dachte sich die Redaktion von Sandra Maischberger: Lieber noch einmal neu aufwärmen. Und so fragte die Gastgeberin von Menschen bei Maischberger: "Wer sind die wahren Asozialen?" Ganz oben auf der Liste der Verdächtigen: Steuersünder und Hartz-IV-Empfänger.
Eröffnen kann das Match natürlich nur einer von jener Mannschaft, die den Streit angezettelt hat. Die FDP hat ihren Berliner Bundestags-abgeordneten Martin Lindner geschickt, der um Verständnis für mangelnde Bereitschaft zum Steuerzahlen wirbt: "Ich kenne keinen, der jedes Mal 'Hurra!' schreit, wenn er Steuern zahlt."
Alleine bei den Bischöfen der evangelischen Kirche und den Redakteuren der Süddeutschen Zeitung ist sich der FDP-Mann nach eigener Aussage nicht ganz sicher. Doch Lindner sei beruhigt, auch in den Korridoren der Münchner Tageszeitung summt so mancher den Liberalen-Ohrwurm "Mehr Netto vom Brutto" - wenn der Chef gerade außer Hörweite ist.
Gnade für Millionenhinterzieher
Für Dagmar Enkelmann ist das eine Steilvorlage. Die Fraktionsgeschäftsführerin der Linken - also der natürliche Widerpart zum Liberalen Lindner - geht sogleich in die Offensive: Was FDP-Chef Guido Westerwelle gemacht habe, sei eine Pauschalisierung und Radikalisierung der Debatte. Der Hartz-IV-Preller werde an den Pranger gestellt, dem Millionenhinterzieher aber verziehen.
"Es sind nicht wirklich Lösungsangebote", klagt die Bundestagsabgeordnete. Die blieb Enkelmann in der Vergangenheit selbst allerdings auch schuldig. "Diese Demokratie löst die Probleme der Menschen nicht", vernahm man von ihr noch vor einem Jahr.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 3 nächste Seite
- Thema
- Nachtkritik RSS
- Streit um Hartz IV Guidos Geschwätz 01.03.2010
- Hartz-IV-Debatte Sarrazin und die "geistige Armutsgrenze" 01.03.2010
- Hartz IV Ansporn zum Arbeiten 28.02.2010
- FC Bayern: Einzelkritik Robben, der Regelbrecher 15.05.2010
- TV-Kritik: Germany's Next Topmodel Cindy-rella und der Ritter 14.05.2010
- TV-Kritik: Maybrit Illner Als Josef Ackermann die Kernschmelze entdeckte 14.05.2010
- Stilkritik: Samantha Cameron Sexy Sam - die Frau mit dem Tattoo 12.05.2010
Brasiliens Präsidentin Roussef
Strafe muss sein, für solch miserable Redaktionsarbeit bei der Auswahl der Gäste. Wie kann man neben einen echten Unternehmer wie Herrn Grupp ein zwielichtiges Großmaul wie diesen Herrn Kramer setzen? Der Mann hat Millionen verzockt und nichts, aber auch gar nichts geschaffen in Deutschland außer einem Haufen Schulden.
Und noch etwas: Offenbar gibt's in Deutschland 2 Hartz IV-Empfänger, deren Arbeitsvermittler zu blöd sind, diese Herren zum Arbeiten zu bringen. Diese beiden Verbrecher dürfen durch die Talkshows des öffentlich rechtlichen Fernsehens tingeln, um die Stimmung gegen die anderen 7 Mio. ALG2-Empfänger anzuheizen.
Die Strafe für diese Sauereien folgte prompt, Frau Maischberger ist wie ein verschüchtertes Kind unter schreienden Männern gesessen und hat sich selbst total disqualifiziert.
http://www.focus.de/finanzen/news/giesecke-und-devrient-ottos-schwarzgeld_aid_154724.html
Zu Kramer gibt es dann einiges im zweiten Teil zu lesen. Darauf hat Grupp auch angespielt.
Soviel zum öffentlich rechtlichen Fernsehen und einem weiteren Beispiel von schlechtem Journalismus, egal ob hier oder bei Maischberger.
Bla,bla,bla...
Immer die gleichen Sprüche, immer die gleichen Leute, immer die gleiche Langeweile.
Dazwischen der nervige Schreihals Grupp im feinen Zwirn. Ein furchtbarer Kerl. Aber ein Vorzeige-Abeitgeber nach seinen Worten. Einer, der sich als nachahmenswertes Beispiel für alle deutschen Unternehmer sieht. Und der dieses Geschwätz laufend wiederholt.
Man kann nur noch abschalten und Frau Maischberger raten, endlich das Format zu wechseln und eine nachmittägliche Plauderstunde für Hausfrauen zu starten.
Und das alles für unsere Gebühren.
Die einfache und billige Arbeit ist halt nichts für die Deutschen.
"Das ist", meint Meister Grupp, "Aufgabe des Chinesen."
Dann sollte man sich allerdings auch keine Millionen von einfach und billig ausgebildeten Menschen leisten, die sind nämlich auch in China stark rückläufig.
So könnte es langfristig trotz vollkommen unangemessener Arroganz und fehlgeleiteter Selbstüberschätzung der Deutschen dazu kommen, dass sie demnächst die einfachen Arbeiten für die Chinesen erledigen - auch wenn Sie der Meinung sind, dies wäre garnicht ihre Aufgabe.
Bitte beachten Sie unsere netiquette und unsere AGB
Paging