Stefan Raab im Interview "Ich kann zurücktreten, aber dann kommt das Militär"
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Entertainer Stefan Raab über Kritik an seiner Rolle beim Eurovision Song Contest, über Ruhm, Verträge und über Feigheit.
Mittags in Köln-Mülheim. In den leeren Gängen zwischen den Brainpool-Studios wummert ein Bass. Im Bandkeller probt gerade Lena für das Finale von Unser Song für Deutschland an diesem Freitag. Zwei Etagen über ihr sitzt Stefan Raab in seinem Büro.
"Das ist Entertainment und nichts mehr", sagt Moderator Stefan Raab über den Eurovision Song Contest.
(Foto: dpa)Er lächelt, macht einen aufgeräumten Eindruck, der noch nicht ahnen lässt, dass er nach der siebten Frage seine Stimme auf die Phonstärke einer Uli-Hoeneß-Wutrede anheben und eine knappe Stunde nicht mehr senken wird. Da hatte sich offenbar etwas aufgestaut.
SZ: Wann, Herr Muba-Raab, treten Sie endlich zurück?
Stefan Raab: Wie kommen Sie auf so 'ne Frage?
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SZ: Man hört allerorten, Sie seien am Ende.
Raab: Ich kann gerne zurücktreten, aber dann kommt das Militär.
SZ: Das ist doch schon da, Ihr System wird doch nur noch von den Pro-Sieben- und ARD-Schutztruppen am Leben gehalten.
Raab: Wer sagt das?
SZ: So klingt das Echo aus dem Medienwald.
Raab: Ist das Ihre persönliche Meinung?
SZ: Das spielt keine Rolle.
Raab: Doch, das spielt eine Rolle. Da sehen Sie, wie groß der Unterschied zwischen der veröffentlichten und der öffentlichen Meinung ist. Ich habe das natürlich wahrgenommen, und ehrlich gesagt wundert es mich, dass der Intellekt mancher Journalisten keine andere Deutung zulässt. Was ist denn passiert?