Schwangerschaft Vorsicht bei Folsäure

Folsäure ist wichtig für ungeborene Kinder - wenn Schwangere das Präparat allerdings zu lange nehmen, steigt das Asthma-Risiko für das Baby.

Frauen, die auch in der fortgeschrittenen Schwangerschaft Folsäure einnehmen, setzen ihre ungeborenen Kinder nach einer australischen Studie möglicherweise einem erhöhten Asthma-Risiko aus.

Die in natürlicher Form in grünem Blattgemüse, verschiedenen Gemüsesorten, Nüssen und Eigelb vorkommende Folsäure wird Frauen im Frühstadium der Schwangerschaft empfohlen, um Neuralrohrdefekte beim Ungeborenen zu verhindern.

Der neuen Untersuchung zufolge erhöht eine Fortsetzung der Folsäure-Einnahme im weiteren Verlauf der Schwangeren jedoch das Risiko, dass das Kind später einmal Asthma bekommt, um 30 Prozent.

Von 550 untersuchten Frauen gab es bei denjenigen, die Folsäure lediglich vor der Empfängnis und während der ersten Schwangerschaftswochen einnahmen, kein erhöhtes Asthma-Risiko der Kinder. Frauen, die das Präparat dagegen noch zwischen der 16. und 30. Schwangerschaftswoche einnahmen, erhöhten das Asthma-Risiko ihres Nachwuchses dagegen um rund 30 Prozent, wie aus der im American Journal of Epidemiology veröffentlichten Studie hervorgeht.

Folsäure sei "unglaublich wichtig" bei der Verhinderung von Neuralrohrerkrankungen wie etwa Spina bifida, sagte Michael Davies von der Universität Adelaide. Da der Stoff jedoch biologisch besonders aktiv sei, müsse er auch mit Vorsicht behandelt werden.

Nur Atmen bleibt ungefährlich

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