Die Kinder freut's, die Eltern auch, zumindest einen Teil: Im neuen Jahr soll es mehr Geld für Scheidungskinder geben - auch für Hartz-IV-Kinder.

Ob diese Nachricht bei Boris Becker oder bei Til Schweiger Schweißperlen auf der Stirn auslöst, ist zu bezweifeln. Beide Herren haben wohl das nötige Kleingeld, um ihre Kinder rechtmäßig versorgen zu können. Bei weniger wohlhabenden Vätern und Müttern könnte diese Nachricht sich aber merklich auf den Kontostand auswirken.

Euro-Geldscheine; ddp

Scheidungskinder haben im nächsten Jahr Anspruch auf mehr Geld. (© Foto: ddp)

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Ab kommenden Januar soll der Unterhalt für Scheidungskinder um durchschnittlich 13 Prozent steigen. Das Oberlandesgericht Düsseldorf werde eine entsprechende Tabelle Anfang Januar veröffentlichen, meldet das Nachrichtenmagazin Focus.

Die Regelung ist den Angaben zufolge vorläufig, da im Sommer 2010 eine Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichts erwartet wird. Darin soll festgelegt werden, wie viel einem Unterhaltspflichtigen von seinem Einkommen als Selbstbehalt zusteht.

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) machte unterdessen deutlich, dass auch bei den Hartz-IV-Sätzen für Kinder zusätzliche Änderungen vorgesehen seien.

"Die Auszahlung wird neu organisiert", sagte er der Zeitung BZ am Sonntag. Kauder fügte hinzu: "So sollten wir die Pauschale für Kinder nicht nur erhöhen, sondern möglichst nach den jeweiligen Bedürfnissen ausrichten, so wie das früher durch Hilfen in besonderen Lebenslagen geregelt war."

Das sind gute Vorsätze für das kommende Jahr 2010. Bleibt nur zu hoffen, dass alle Väter oder Mütter das Einsehen haben und zeitig zahlen.

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(sueddeutsche.de/AFP/dog/pfau)