Nicht nur Erwachsene sind betroffen: Immer mehr Kinder in Deutschland werden wegen Depressionen behandelt. Ein Besuch bei Paula und ihren Eltern in Hamburg.
Mit der Traurigkeit ist es wie mit der Dunkelheit: Sie ist nicht einfach schlagartig da, sie dämmert langsam und drückend herauf, legt sich wie eine schwere Decke über das Leben und erstickt das Licht. Paulas Problem war, dass es für sie nicht wieder hell wurde. Dass es dunkel blieb und so traurig, dass sie irgendwann zu ihren Eltern sagte: "Ich will nicht mehr leben." Es war ein warmer Urlaubstag auf Sardinien. Paula war zehn Jahre alt. Und wollte sterben.
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Kindern, die an Depressionen leiden, ist die Lust auf ihre Freunde vergangen, sie ziehen sich aus dem Alltag zurück. (© ag.ddp)
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Das passt nicht zusammen, das darf einfach nicht passen: ein Mädchen, das nicht groß werden und lange Haare haben und später einmal Tierärztin werden will oder Tänzerin. Sondern von den Klippen springen. Erst recht passt das nicht zu diesem Zuhause, zu der gemütlichen Küche am Stadtrand von Hamburg, in der die Junisonne an diesem Nachmittag fast verschwenderisch ihre Strahlen ausgießt: über den bunten Tulpenstrauß auf dem Tisch und den Erdbeerkuchen daneben. Über den Tigerkater, der sich auf der Fensterbank zusammengerollt hat. Über Paulas Mutter Julia, die gerade Milch für einen Cappuccino aufschäumt. "An diesem Tag in Sardinien war uns klar, dass mit Paula wirklich etwas nicht stimmt", sagt Julia. Vorher hatten sie und ihr Mann sich eingeredet, ihre Tochter sei einfach schlecht gelaunt. Ein schwieriger Typ. Frühpubertär.
Welche Eltern können das auch schon ahnen: Dass ihr Kind Depressionen hat?
Wer kann das überhaupt begreifen: Dass schon wenige Lebensjahre reichen, um an der Welt und an sich selber zu zerbrechen? Man kann sich diese Krankheit ja nicht mal bildlich vorstellen, wie Mumps oder ein blaues Auge. Es braucht also viel Zeit und viele Gespräche mit Betroffenen, wie mit Paula und ihren Eltern, Julia und Thomas - alle drei heißen eigentlich anders -, um zu fassen, was das bedeutet: Wenn Kinder nicht glücklich werden können.
Und es braucht Erklärungen, wie es dazu kommen kann. Das erfährt man am besten bei einem wie Gerd Schulte-Körne, der Kinder- und Jugendpsychiater an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität ist und der täglich mit solchen Kindern zu tun hat. In seinem Büro sind die Fenster trotz des Sommerwetters geschlossen, es ist kühl. Der Professor, sehr groß, sehr ernst, kommt gleich zur Sache. "Mindestens drei bis sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland leiden an depressiven Störungen", sagt er, die Zahl nehme massiv zu - unter anderem wegen des wachsenden Leistungsdrucks in Schule und Gesellschaft, aber auch, weil die Krankheit öfter erkannt wird. Selbst die Krankenversicherungen schlagen schon Alarm, zuletzt meldeten die Kassen in Nordrhein-Westfalen binnen drei Jahren einen Anstieg um mehr als 40 Prozent.
Nur selten seien die Eltern daran schuld, Depressionen können auch in eine Kindheit voller Tigerkater und Tulpen einschlagen. "Meist sind neurobiologische Faktoren die Ursache", sagt Schulte-Körne - das heißt, dass schon Kinder und Jugendliche von einer Störung des Hirnstoffwechsels betroffen sein können, durch die Emotionen nicht richtig verarbeitet werden. Das passiert vor allem, wenn sie Verwandte haben, die auch depressiv sind. Ein zweiter Grund sind Umwelteinflüsse. "Das müssen nicht gleich so tragische Ereignisse sein wie sexuelle oder körperliche Gewalt", erklärt der Professor, auch Stress oder chronische Überforderung in der Schule können zu Verstimmungen führen.
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Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
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Bundespräsident Gauck in Israel
Zitat-News Story: Das Verbrennen von Weihrauch ist psychoaktiv: Eine neue Kategorie Antidepressiva möglicherweise direkt unter unseren Nasen (engl.)
„Jahrtausende haben religiöse Führer behauptet, dass Weihrauch verbrennen gut für unsere Seele sei. Jetzt haben Biologen in Erfahrung gebracht, dass dies ebenfalls gut für unser Gehirn ist. Ein internationales Team an Wissenschaftlern, bestehend aus Forschern der John Hopkins Universität und der Hebräischen Universität in Jerusalem, beschreiben, wie das Verbrennen von Weihrauch (Harz der Boswellia Pflanze) kaum verstandene Ionenkanäle im Gehirn aktiviert und Angstgefühle und Depressionen lindert. Das lässt darauf schließen, dass sich eine völlig neue Kategorie von Medikamenten gegen Depression und Angst direkt unter unserer Nase befinden.
‚Trotz Informationen, die aus altertümlichen Texten stammen, wurden keine Bestandteile von Boswellia auf die Wirksamkeit bei psychischen Problemen erforscht,’ sagte Raphael Mechoulam, einer der Co-Autoren der Forschungsstudie. ‚Wir fanden heraus, dass Weihrauchazetat, ein Bestandteil des Boswellia-Harzes, an Mäusen getestet Angst vermindert und ein antidepressives Verhalten hervorruft. Offensichtlich gehen die meisten heutigen Kirchgänger davon aus, dass das Verbrennen von Weihrauch nur eine symbolische Bedeutung hat!’”
Celine Polo
Bei der Analyse von statistischen Daten weltweit, die negative soziale Phänomene betreffen, wie Häftlingsraten, Drogenmissbrauch, Depressionen, Scheidungen, häusliche Gewalt und Eltern-Kind Entfremdung, kann man einige sehr interessante Ergebnisse erkennen.
Es ist festzustellen, dass diese Probleme in ärmeren Ländern fast nicht existieren.
Wenn man Leuten in Ländern mit einer breiteren Ebene an sozialer Gleichheit Antidepressiva anbieten sollte, würden diese nicht verstehen, wovon die Rede ist. Allerdings in Gesellschaften, in denen es mehr soziale Unterschiede gibt, ist die Anwendung von Antidepressiva zu etwas Alltäglichem geworden und viele Menschen haben auch ihren eigenen Psychologen oder Therapeuten.
Am Ende stellt sich heraus, dass das Problem nicht in der Armut liegt, sondern im Unterschied der verschiedenen Lebensstandards und wie man sich selbst in Beziehung zu den anderen und den dazwischenliegenden Unterschieden bewertet. Gleichheit ist ein Gesetz der Natur und je unausgewogener eine Gesellschaft ist, desto mehr Probleme hat sie: Kriminalität, Drogen, Depressionen, Scheidungen usw. Gleichzeitig wird eine Gesellschaft weniger durch solche Dinge geplagt, je näher sich die Menschen in ihrem Lebensstandard sind.
Sie können in einer Höhle leben und glücklich sein oder im völligen Wohlstand ohne Probleme - so lange jeder in der Gesellschaft auf gleiche Weise lebt. Die Probleme resultieren ausschließlich aus der Ungleichheit, da gerade der Mangel an Ausgewogenheit die Wurzel allen Übels ist.
Die Menschen zur Gleichheit zu bringen, ist jedoch keine einfache Aufgabe, da sie im Wiederspruch zu unserem egoistischen Verlangen steht. So müssen wir erst erkennen, was uns dem anderen angleichen kann, denn bisher war unser Verlangen darauf ausgerichtet, über den anderen stehen zu wollen. Kabbala vermittelt uns, dass wir unser Verlangen nur verändern können, wenn wir den Schöpfer enthüllen, um uns anzugleichen. Seine Enthüllung bringt uns eine Füllung aller Empfindungen der Verschiedenheit, und dies wird die Belohnung sein, für den Kompromiss den wir eingehen, um uns einander anzugleichen.
Die Gesellschaft ist bereit zu verstehen, dass die Ungleichheit alles Schlechte hervorbringt, da sie im Gegensatz zur allgemeinen Kraft der Natur steht, in deren Einklang alles in Balance und folglich richtig ist. Wir erhalten Erfüllung durch die Unendlichkeit, welche in absoluter Gleichheit existiert, und dadurch erkennen wir, dass j
Eine Frage, die ich erhielt: Heute leiden sehr viele Menschen an Depressionen, sie verlassen monatelang nicht ihre Wohnung und brauchen psychologische Hilfe. Was kann ihnen helfen?
Antwort-Rav Dr. Mischael Laitman: Heutzutage ist Depression die meist verbreitete Krankheit weltweit. Dagegen kann man nur eine Medizin empfehlen: das Licht, das zur Quelle zurückführt.
Da hilft aber kein Psychologe. Denn der Schöpfer/die Natur enthüllt sich uns von Seiner Kehrseite.
Jeder von uns sah sich einst als einen kleinen Menschen, um den herum sich die Welt in verschiedenen Schichten unseres Egoismus enthüllt: 1, 2, 3.
Unser Ego wuchs immer weiter und dementsprechend entwickelten wir uns und erschufen eine neue Umgebung - die Welt der neuen Technik, der neuen Technologie, der neuen gesellschaftlichen Beziehungen.
So entwickelten wir uns schrittweise 1 - 2 - 3 im Laufe unserer ganzen Geschichte zum Reichtum, zur Macht, zum Wissen hin.
Doch heute sind wir an der vierten - besonderen - Ebene angelangt! Hier entwickelt sich nicht mehr unser Ego, nicht die Eigenschaft des „Empfangens” enthüllt sich immer mehr in uns, sondern der Schöpfer/die Natur, die Eigenschaft des „Gebens”. Das ist der grundsätzliche Unterschied zu unserer Zeit - der Zeit der Enthüllung unseres wahren Ursprungs.
Früher hat mich die Natur (der Schöpfer) verpflichtet, zu wachsen und immer schlauer, klüger, erfahrener, herrschsüchtiger zu werden, d.h. mich zu entwickeln.
Doch jetzt hat der Mensch seine Entwicklung in dieser Welt abgeschlossen. Die Menschen erkennen die Sinnlosigkeit von Neuentdeckungen - alles erlischt allmählich: die Entwicklung der Wissenschaft, die Weltraumforschung. Wir haben uns totgelaufen.
Als Gegenteil dazu enthüllt sich jetzt der Schöpfer - die neue Natur. Und hier müssen wir bereits anders vorgehen. Wir können nicht mit unserem Egoismus an die neue Etappe herantreten, wir werden nur uns selbst schaden.
Wir müssen verstehen, dass eine vollkommen neue Vorgangsweise begonnen hat, und uns weder unsere Kraft, noch die hochentwickelte Technik oder unsere ganze Wissenschaft helfen kann.
Wir werden plötzlich feststellen, dass alle von uns in dieser Welt erschaffenen Systeme aufgehört haben, zu funktionieren. Alle früheren Ziele haben ihren Wert verloren: Geld, Macht, Wissen, Familie, Bildung, Kultur.
Finsternis und Verzweiflung machen sich in der Welt breit - doch das geschieht, weil sich der Schöpfer, die Kraft des Gebens
Kluge Frau vielleicht. Aber hatte nur keinerlei Ahnung von Depressionen.
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