NS-Besatzung in Griechenland Massaker und ein paar schöne Souvenirs

April 1941 auf der Akropolis: Generalfeldmarschall von Brauchitsch mit Walther Wrede, Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts in Athen (rechts).

(Foto: Ullstein Bild)
  • Deutsche Soldaten plünderten im Zweiten Weltkrieg Kulturgüter in Griechenland.
  • Lange Zeit leugnete das Deutsche Archäologische Institut eine Mitschuld.
  • Nun versuchen Wissenschaftler die gestohlenen Objekte an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben.
Von Esther Widmann

An diesen Verhaltensrichtlinien für den Besuch antiker Ruinenstätten ist an sich nichts auszusetzen: "Wer seinen Namen in den Marmor kratzt, verschandelt das Zeugnis einer großen Vergangenheit. Urinieren an Marmorsäulen verdirbt den Marmor, hat Beschädigungen der Kunstwerke zur Folge und ist eine Disziplinlosigkeit."

Es handelt sich allerdings nicht um Hinweise an Touristen, sondern um Sätze aus den "Merkblättern für den deutschen Soldaten an den geschichtlichen Stätten Griechenlands", in mehr als 465 000 Exemplaren an die Wehrmachtsmitglieder verteilt, die ab 1941 in ...