G-20-Gipfel "Gewalt ist nicht einfach Gewalt"

"Die Protestbewegungen haben es geschafft, eine Vielzahl von Themen fest im politischen Diskurs zu verankern: von Global-Justice-Forderungen über Umweltschutz bis hin zur Entwicklungshilfe." Genua, Juli 2001.

(Foto: dpa/dpaweb)

Steinewerfer? Themensetzer! Die italienische Soziologin Donatella della Porta über Gipfelproteste und deren langfristige politische Wirkung, von Seattle über Genua bis Hamburg.

Interview von Anna Lea Berg

Donatella della Porta forscht seit den Siebzigerjahren über politische Gewalt und den Einfluss sozialer Bewegungen. Im Nachspiel des G-20-Gipfels in Hamburg interessieren sie vor allem die konkurrierende Deutungen der Ereignisse in der Berichterstattung. Sie ist Dekanin und Professorin für Soziologie an der Scuola Normale Superiore (SNS) in Pisa und Direktorin des Centre on Social Movements (Cosmos). Zu ihren neuesten Büchern zählen "Movement Parties in Times of Austerity" und "Where did the revolution go?"

SZ: Frau Della Porta, berauben gewaltsame Ausschreitungen ...