Bachmann-Preisträgerin Eine Überdosis Satire

Die Autorin Stefanie Sargnagel veröffentlichte die Drohungen gegen sich - und wurde daraufhin von Facebook gesperrt.

(Foto: Horst Ossinger/dpa)

Zuerst war da die Verleumdung. Dann kamen die Hassmails, die Vergewaltigungs- und Mordfantasien. Wie die österreichische Autorin Stefanie Sargnagel zum Ziel einer sexistischen Hetzkampagne wurde.

Von Alex Rühle

Fangen wir an mit einem kleinen Österreich-Quiz. Erste Aufgabe: Eine Autorin wird von einer Boulevardzeitung verleumdet. Die Leser der Boulevardzeitung überhäufen die Autorin daraufhin mit Vergewaltigungs- und Mordfantasien. Die Autorin postet einige dieser Attacken auf Facebook. Frage: Wen sperrt Facebook? Die Zeitung? Den Mob? Oder die Autorin?

Richtig! Die Autorin. Für 30 Tage. Sie heißt Stefanie Sargnagel. Und sie ist niederträchtig, böse, pervers, und das sind noch die eindeutig harmlosen Kommentare. Die derberen gehen so: "Frustrierte Emanzen. Die gehören ...