US-Politologin im SZ-Interview Anne-Marie Slaughter über Planbarkeit, Kinder und Karriere

"Ich lehne diese Kultur des Geldes und der ununterbrochenen Arbeit ab", sagt Anne-Marie Slaughter.

(Foto: Allison Michael Orenstein/Getty Images)

Sie reist fast so viel wie ihre Ex-Chefin Hillary Clinton. Dabei wurde sie berühmt, weil sie beschrieb, wie sie ihre Karriere für ihre Familie aufgab.

Interview von Alexandra Borchardt

SZ: Frau Slaughter, wie fühlen Sie sich als berühmteste Mutter Amerikas, abgesehen von Michelle Obama vielleicht?

Anne-Marie Slaughter: Das ist lustig, so denke ich nie über mich! Und ich glaube kaum, dass ich diesem hohen Anspruch gerecht werden kann - als Mutter.

Also bitte, Sie haben zugunsten Ihrer Familie einen Chefposten im Außenministerium von Hillary Clinton aufgegeben und darüber 2012 den Aufsatz "Why women still can't have it all" verfasst, der millionenfach gelesen wurde.

Ich sehe mich eher als feministisches ...