Lange Zeit hat die CDU am traditionellen dreigliedrigen Schulsystem in Deutschland festgehalten. Jetzt scheint sie umzuschwenken. In einem Leitantrag fordert die Partei das Ende der Hauptschule - zu viele Schulformen seien verwirrend für Eltern, Lehrer und Schüler.
Hauptschule vor dem Aus: Die CDU will mit ihrer Tradition des dreigliedrigen Schulsystems brechen und sich von der Hauptschule in der jetzigen Form verabschieden. In dem Entwurf des Leitantrags für den Bundesparteitag im November in Leipzig schreibt der Vorstand: "Derzeit haben wir zu viele Schulformen, die Eltern, Schüler und Lehrer gleichermaßen verwirren, (...). Deshalb treten wir für eine Reduzierung der Schulformen und die Einführung des Zwei-Wege-Modells in allen Ländern ein: Gymnasium und Oberschule."
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Die CDU will das Ende der Hauptschule besiegeln. (© dpa)
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Das 30-seitige Papier wurde am Dienstag an die Vorstandsmitglieder verschickt und soll bei einer Sitzung am Montag mit Parteichefin und Kanzlerin Angela Merkel beschlossen werden. Die neue Oberschule solle Hauptschule und Realschule in sich vereinen, heißt es darin. Neben dem Gymnasium solle sie einen weiteren und gleichwertigen Weg entweder in die berufliche Bildung oder zur allgemeinen Hochschulreife eröffnen. In der Partei werden darüber heftige Diskussionen erwartet.
Der Parteitag im November wird sich speziell mit dem Thema Bildung beschäftigen. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hatte bereits Ende Mai erklärt: "Deutlich zurückgehende Schülerzahlen führen in den Ländern dazu, dass Hauptschule und Realschule zu einer Oberschule verbunden werden." So ein Prozess dauere, sei aber eine realistische Zukunftsperspektive. Das pädagogische Konzept der Hauptschule müsse auch in einem zweigliedrigen Schulsystem Eingang finden.
Die CDU geht in dem Antragsentwurf auch auf den drastischen Rückgang der Schülerzahlen ein. Schulen würden zusammengelegt oder müssten schließen. Es müsse aber in den Regionen eine gute Bildungsinfrastruktur erhalten werden. Eine Chance sei, das Geld und das Personal, das etwa durch die Schließung einer Schule eingespart werde, zum Teil wieder für eine andere Bildungseinrichtung einzusetzen. Der CDU-Spitze sind die Ängste von Bürgermeistern vor einer Schulschließung bewusst, weil dies immer ein Verlust an Attraktivität für die Gemeinde bedeute, wie es heißt.
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(sueddeutsche.de/dpa/dapd/holz)
Nationalteam vor der EM
eriko50 schreibt
"Verlängerung der Grundschulzeit bis einschließlich Klasse 6, Klasse 7 als Orientierungsstufe (...)"
wenn konservative Bildungspolitiker die (Gesamtschul-)Diskussion Anfang der siebziger Jahre ernsthafter geführt und sich weniger von schlichten Begbungsprinzipien hätten leiten lassen, hätten wir lange ein angemessenes Schulsystem
Die einzigen, die verwirrt sind, ist die Union.
Verwirrung? Was ist das für ein blödsinniges "Argument"?
Analyse der Probleme unseres Schulsystems:
Zu frühe Auftrennung nach Leistung
Sterben der Grundschulen auf dem Land wegen Geburtenrückgang
Keine Durchlässigkeit der Schulsysteme
Übervolle weiterführende Schulen
Meine Vorschläge:
Verlängerung der Grundschulzeit bis einschließlich Klasse 6
Klasse 7 als Orientierungsstufe
Weiterführende Schulen mit je 2 Zügen, im Gymnasium eine Stufe bis Klasse 12, eine andere bis Klasse 13
in der Realschule eine Werkrealschule und die bisherigen Realschulzüge.
Diese Veränderungen wären im Sinne der meisten Eltern und damit könntern sich auch die Lehrer anfreunden. Dazu notwendig wäre eine zukünftige fachliche Ausbildung der Grundschullehrer an der Uni.
Apropos, Annette Schavan, gibts die auch noch?
zwei Welten prallen aufeinander. Besonders peinlich die NRW-CDU die erst behauptet einen Konsens zu wollen, dann die Gespräche absagt, angeblich weil die Linke auch eingeladen ist. Dann aber sagt man den gesonderten Termin auch ab....
Dumm, dümmer, Laumann