Aber nicht nur die Frauen, auch die Unternehmen müssen an sich arbeiten. Deshalb fährt das Projekt "Verstärkung" zweigleisig. Während die Frauen in der Führungswerkstatt sitzen, werden auch ihre Unternehmen gecoacht. Jedes bekommt ein Expertenunternehmen an die Seite gestellt, das sich um die Frauenförderung verdient gemacht hat.
Anzeige
Die eigene Tochter hält den Spiegel vor
Viele Verbesserungsvorschläge beziehen sich auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sprich: flexible Arbeitszeiten, Teilzeitmodelle, Kinderbetreuungsangebote. Schwieriger ist es, die Einstellung der Mitarbeiter zu verändern. Oft kommt ein Umdenken erst durch persönliche Erfahrung: "Erst wenn die eigene Tochter oder Frau von Problemen im Beruf erzählt, fangen viele Männer an, über ihre eigene Haltung nachzudenken", sagt Christiane Flüter-Hoffmann vom IW. Nur haben nicht alle Männer eine Frau, Freundin oder Tochter, die ihnen diesbezüglich den Spiegel vorhalten könnte.
Dass viele Frauen Angebote wie das Stuttgarter Projekt nutzen und damit eingestehen, sich weiterentwickeln zu müssen, sieht Flüter-Hoffmann als weibliche Stärke an. "Wenn Männer Probleme im Job haben, sprechen sie nicht darüber, weil sie fürchten, das könnte als Schwäche ausgelegt werden und weil sie alles aus eigener Kraft schaffen wollen."
Sprechen über Schwächen
Diese Erfahrung hat auch Doris Körner gemacht. Die Ingenieurin ist Projektmanagerin bei einem großen Medizintechnikunternehmen. Sie würde sich wünschen, mit ihren männlichen Kollegen und Vorgesetzten offener über Schwächen sprechen zu können. "Ich habe gelernt, es für mich zu behalten, wenn ich sehr viel Stress habe, da eine offene Ansprache von Überlastung oft falsch interpretiert wird."
Verbiegen lässt sich die 41-Jährige von der männlichen Geschäftswelt trotzdem nicht. Den Tipp eines Vorgesetzten, nicht immer so emotional zu reagieren, will sie nur teilweise beherzigen: "Ich sehe die Emotionalität als Teil meiner Stärke, schließlich ziehe ich daraus meine Kreativität und neue Impulse", sagt die Ingenieurin. Neue Impulse bekommt sie auch im Austausch mit anderen Führungsfrauen. Körner ist Mitglied bei den "Business and Professional Women". Immer mehr Frauen nutzen solche Netzwerke. Dort heißt es dann ausnahmsweise mal "women only", Männer müssen draußen bleiben.
Sie sind jetzt auf Seite 2 von 2
- Thema
- Frauenquote RSS
- Familienfreundliche Arbeitszeiten "Wie immer hat das Mädchen recht" 09.02.2011
- Frauenquote Die Posten sind da, es fehlen Bewerberinnen 07.02.2011
- Debatte um die Quote Nur wo Frauen führen, wachsen Frauen nach 03.02.2011
- Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller "Wer will schon die Quotilde sein?" 07.11.2011
- Pro und Contra Frauenquote Weckruf oder fatales Signal? 17.10.2011
- Frauenquote Dax-Konzerne wollen Frauenanteil in Chefetagen freiwillig erhöhen 17.10.2011
- Frauenanteil in Dax-Konzernen Ministerin sieht keine Alternative zu gesetzlicher Quote 17.10.2011
(SZ vom 11.02.2011/holz)
Venizelos kritisiert IWF-Chefin
...in Ruhe und allein zu reden.
"Könnte es hier vielleicht eher auch an einer anderen Auffassung von Führungsstil liegen?"
Mein Ex-Chef hat immer gesagt, jeder wird genau das, was er sein will und wie er sich gibt. Wer Leiter einer Gruppe, einer Abteilung, eines Unternehmens werden will, muss sich auch so geben und vor allem müssen sich die Mitarbeiter ihn als Chef vorstellen können. Das läuft bei weitem nicht nur über die Arbeit, sondern auch darüber, wie gut jemand mit den anderen umgehen kann, wie gut er/sie Konfliktpotenziale erkennen und entschärfen kann. Das ist weit mehr als die fachliche Arbeit. Es gibt nicht wenige, die zwar fachlich sehr gut sind, aber als Führungskraft grandios scheitern.
Das alles klappt natürlich, wenn ein Nachfolger aus der Gruppe ausgewählt wird sehr gut. Wenn jemand von außen kommt, wie es oft der Fall ist, dann klappt das weitaus seltener, denn man kennt sich einfach nicht.
Die Sache wird nicht einfacher, wenn der neue Chef sehr jung ist und die Mitarbeiter schon sehr lange im Unternehmen. Dann entstehen automatisch schon Dinge wie "ich habe doch viel mehr Erfahrung als der/die". Und das ist so richtig. Hier liegt die Aufgabe darin, denjenigen Mitarbeitern das Gefühl zu geben, dass ich ihre Kompetenz schätze und auch in Anspruch nehme. Nichts ist schlimmer als ein: der/die weiß doch sowieso alles besser.
Viel im Artikel beschriebenes kommt aus meiner Sicht auch daher, dass es bei einem neuen, noch dazu eher unbekannten, Chef die Mitarbeiter erst einmal versuchen. Man testet einfach bewußt oder unbewußt aus, wie weit man gehen kann. Ich stelle ich mir noch extremer vor, wenn der Nachfolger schon als kleines Kind durch die Firma gerannt ist und nun plötzlich von heute auf morgen der oberste Boss ist. Hier liegt m.E. auch sehr viel daran, den Nachfolger schrittweise einzuführen.
Zudem machen viele neue Führungskräfte anfangs den Fehler, gleich von der ersten Minute an als Chef gelten zu wollen und den Kontakt zu den Mitarbeitern und deren Kompetenzen einfach zu ignorieren. Das, was jedem Angestellten geraten wird, nämlich, dass er sich eine zeitlang eingewöhnen und die versteckten Hierarchien kennenlernen soll, gilt genauso für Führungskräfte.
Bevor man viel Zeit und Geld in Berater investiert, wäre in dem Fall die neue Chefin sicher gut beraten, sich gleich zu Beginn mal mit den Leuten zusammen zu setzen. Also sich vorzustellen, darzulegen, was ihre Ziele sind und sich auch die Zeit nehmen, mit den Menschen in
Eine Frau hat den Betrieb von ihren Vorfahren übernommen. Sie ignoriert die Tatsache, dass es Hierarchien gibt und wundert sich, dass sie in der Hierarchie übergangen wird. Alle Menschen, die ihr Geld mit Beratungen von Menschen verdienen, raten ihr und allen anderen genau das falsche, damit sie auch weiterhin viele Kunden haben und von sinnlosem Geplapper leben können.
Dame
Herkunft:
aus lateinisch: domina - Hausherrin; französisch: dame - Herrin
Im Übrigen hat die Vokabel "dämlich" keine Bezug zu dem Wort Dame... insofern ist es mit dem Wort "herrlich" auch gar nicht in Verbindung zu bringen.
Zur Herkunft des Wortes "dämlich":
seit dem 18. Jahrhundert mitteldeutsch und niederdeutsch; dieses aus dem niederdeutschen Verb damelen (nicht ganz bei Sinnen sein) aus dem 16. Jahrhundert[1] oder von lateinisch temulentus "betrunken"[2]
Paging