Tödlicher Tabakkonsum Immer mehr Raucherinnen sterben an Krebs

Viele tödliche Krebserkrankungen hängen mit dem Rauchen zusammen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge hat sich die Zahl der Todesopfer unter den Raucherinnen in den vergangenen 30 Jahren sogar fast verdreifacht - trotz aller Nichtraucherkampagnen.

Die Zahl der Frauen in Deutschland, die an einer Krebserkrankung gestorben sind, die mit dem Rauchen zusammenhängt, ist trotz aller Nichtraucher-Kampagnen in den vergangenen 30 Jahren deutlich gestiegen. Das meldet das Statistische Bundesamt anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai.

2011 starben demnach fast 14.550 Frauen an Lungen-, oder Kehlkopfkrebs. Im Vergleich zu 1981 ist dies eine Steigerung um 186 Prozent.

Zwar hat die Zahl der an solchen Krebserkrankungen verstorbenen männlichen Raucher in diesem Zeitraum mit elf Prozent deutlich weniger stark zugenommen. Insgesamt war die Zahl der betroffenen Männer 2011 mit 31.000 jedoch noch immer mehr als doppelt so hoch wie bei den Frauen.

Dabei ist der tägliche Konsum von Zigaretten zurückgegangen: 2003 waren es 363 Millionen Stück, 2012 nur noch 225 Millionen. Dafür haben die Deutschen aber mehr Zigarren und Zigarillos geraucht. Deren Zahl ist von neun auf zehn Millionen Stück täglich gestiegen. Und die verbrauchte Menge Tabak als Feinschnitt, aus dem sich Raucher ihre Zigaretten selbst drehen, hat von 51 Tonnen 2003 auf 74 Tonnen 2012 pro Jahr zugenommen.

Die Basis für diese Daten ist dem Bundesamt zufolge die Zahl der versteuerten Tabakwaren im jeweiligen Kalenderjahr. Der tatsächliche Verbrauch, insbesondere bei Zigaretten, liege aber noch höher, da in den Angaben der amtlichen Statistik unversteuerte Tabakwaren nicht enthalten seien.

Krebserkrankungen sind nur eine mögliche Folge des Tabakkonsums, viele Raucher entwickeln auch tödliche Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen: In Deutschland werden der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen zufolge mehr als 100.000 vorzeitige Todesfälle jährlich auf das Rauchen zurückgeführt. Dazu kommen Hunderte bis Tausende weitere Menschen, die jedes Jahr aufgrund Passivrauchens erkranken und sterben.