Tipps für den Einkauf von Olivenöl So erkennen Sie ein gutes Öl

Nichts kann Sicherheit vor ausgefuchsten Fälschern bieten. Aber mit einigen Tricks ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man wirklich gutes Öl erwischt.

Aussagekräftiges Etikett: "Ein gutes Zeichen ist, wenn möglichst viele präzise Angaben auf dem Etikett stehen", sagt Gertz. Das spricht dafür, dass Hersteller nichts zu verbergen haben. Interessant ist vor allem das Erntejahr, das einige Hersteller freiwillig aufs Etikett drucken. "Öl ist kein Wein, es wird nicht besser durch Lagerung", sagt Gertz. Je frischer es ist, desto besser die Qualität. Die neuen Öle kommen etwa ab März in die deutschen Geschäfte. Wer sich ein wirklich teures Öl leisten will, hat mehr davon, wenn er bis dahin wartet.

DOP-Öle: Italienische Öle mit dem Aufdruck DOP (geschützte Ursprungsbezeichnung) haben in der Regel eine gute Qualität. "Diese Gebiete haben ein Selbstkontrollsystem", sagt Gertz.

Fruchtiger Geruch: In Spezialgeschäften können Öle probiert werden. Alternativ kann man auch sein heimisches Öl diesem Test unterziehen: "Gießen Sie einen kleinen Schluck Olivenöl in einen Cognac-Schwenker. Decken sie ihn zu und erwärmen sie das Öl kurz mit der Hand", erläutert Gertz: "Dann entfernen Sie die Abdeckung. Steigt Ihnen ein intensiver, fruchtiger Duft in die Nase, ist es ein gutes Öl. Riecht es wie irgendein Öl, können sie es vergessen".

Bitterer Geschmack: Hartgesottene trauen sich auch an eine Verkostung. Allerdings kann der pure Geschmack zu Fehleinschätzungen führen: "Ein gutes Olivenöl schmeckt pur bitter und scharf. Viele Menschen halten dies für einen Makel. Doch dies ist falsch. Dieser Geschmack verliert sich am Salat", sagt Gertz.

Letztlich hängt es an persönlichen Vorlieben und finanziellen Ressourcen, ob der Verbraucher drei oder 50 Euro für ein Olivenöl ausgibt - oder sich ganz anders entscheidet. Denn die gesundheitlichen Vorteile bietet auch das schlichte einheimische Rapsöl.

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