Organspende Ein Spender kann sieben Leben retten

Welche Organe können nach dem Tod gespendet werden? Und was ist mit den anderen Bestandteilen des Körpers: mit Haut, Knochen oder Augenhornhaut? Ein Überblick.

Von Berit Uhlmann

Herz, Leber, Lunge, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm und beiden Nieren kann ein Spender hergeben - und damit bis zu sieben Menschenleben retten. Am weitaus häufigsten werden Nieren verpflanzt, 2011 waren es mehr als 2000. Dünndarm-Transplantationen sind dagegen selten. Nur sechsmal wurde die Operation 2011 vorgenommen.

Die Nierenspende hat zugleich die größten Erfolgsaussichten. Nach fünf Jahren sind Studiendaten zufolge 75 Prozent der transplantierten Nieren funktionstüchtig. Herz und Bauchspeicheldrüse funktionieren nach diesem Zeitraum zu 65 Prozent, Leber und Lungen in 55 Prozent aller Fälle.

Neben den Organen können Verstorbenen aber auch weitere Bestandteile des Körpers entnommen werden: Haut, Hornhaut oder Knochen zum Beispiel. Sie werden auf dem Organspendeausweis unter dem Wort Gewebe zusammengefasst. Anders als die inneren Organe retten sie fast nie Menschenleben, sondern verbessern die Lebensqualität von Kranken.

So kann Hornhaut von den Augen fast erblindeten Menschen einen Teil ihrer Sehkraft zurückgeben. Arm- oder Beinknochen können Amputationen bei Unfallopfern oder Krebskranken verhindern. Zum Teil werden Gewebe allerdings auch in der Schönheitschirurgie verwendet, etwa um Lippen voller aussehen zu lassen. Wer solche Verwendungen ausschließen will, muss dies auf dem Organspendeausweis vermerken.