Wer das Rauchen mit Hilfe der Antiraucherpille Champix aufgeben will, muss sich auf eine Reihe von Nebenwirkungen gefasst machen, warnen US-Mediziner. Neben Bewusstseins- und Sehstörungen, Depressionen und Suizid drohen auch Herzprobleme bis zum Infarkt.
Die Hoffnungen auf einen chemisch gestützten, dabei gesundheitlich unbedenklichen Ausstieg aus der Nikotinsucht sind weiter gedämpft worden. Wie Mediziner um Curt Furberg vom Wake Forest Baptist Medical Center im Fachblatt Canadian Medical Association Journal (online) berichten, erhöht die in Deutschland unter dem Namen Champix vermarktete Antiraucherpille das Risiko für kardiovaskuläre Beschwerden.
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Wer die Nikotinabhängigkeit überwinden will, muss bei der Wahl der Hilfsmittel vorsichtig sein. (© dpa)
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Ihre Metaanalyse von 14 Studien an 8200 Probanden zeigte ein um 72 Prozent erhöhtes Risiko, etwa wegen eines Herzinfarktes oder einer Herzrhythmusstörung in ein Krankenhaus eingeliefert zu werden.
Das deutet auf eine weitere schwere Nebenwirkung dieses Medikamentes hin, das in den letzten Jahren ohnehin in Verruf geraten war: "Es verursacht Bewusstseins- und Sehstörungen, Suizide, Gewalt, Depressionen und verschlechtert Diabetes", schimpft Hauptautor Furberg: "Auf dieser Liste können wir jetzt schwerwiegende kardiovaskuläre Störungen dazusetzen."
Dem widerspricht allerdings Pfizer-Sprecher Thomas Biegi, der die Zahl der kardiovaskulären Ereignisse in der neuen Studie für zu klein hält, um aussagekräftig zu sein. Er verweist auf firmeneigene Studien - allerdings an herzkranken Probanden -, wo es nur minimale Unterschiede zwischen Champix- und Placebogruppe gegeben habe.
Als Champix im Frühjahr 2007 auf den deutschen Markt kam, verbanden sich viele Hoffnungen damit. Erste Studien hatten gezeigt, dass Champix-Probanden eine knapp dreifach höhere Chance haben, einen langfristigen Entzug durchzustehen als bei einem Placebo.
Doch die mittlerweile bekannten Nebenwirkungen, so urteilt die Medizinerin Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum, bestätigten die Entscheidung der deutschen Arzneimittelkomission, Champix nach den Nikotin-Ersatzstoffen als Mittel zweiter Wahl einzustufen: "Die Pharmakotherapie der Tabakentwöhnung ist eine Geschichte der Misserfolge."
Stattdessen weist sie auf das Erfolgsrezept der meisten Ex-Raucher hin: "90 Prozent von ihnen haben es ganz alleine geschafft."
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(SZ vom 05.07.2011/mcs)
Verkehrssünderdatei in Flensburg
Alles was da geschrieben steht ist richtig und zeigt auch in die richtige Richtung. Nur nützen wird er nichts, da es 9 von 10 gar nicht verstehen und wofür sie sich hergeben mit ihren Kommentaren zu solchen Themen.
Ich hatte aus diesem Grunde die Gesundheitsministerin in NRW
Fr Barbara Steffens angeschrieben. Sie fand die Hinweise nicht uninteressant die ich ihr mitgeteilt habe unter anderem Amokläufe usw., es gibt eine Website wo solche Fälle dokumentiert werden.
Nur Sie fand trotzdem dieses Medikament für wertvoll !!!!!
Den meisten Hardcore Rauchern hilft auch eine E Zigarette, diese wird auch von Ärzten empfohlen, dieses Produkt wird von unserem DKFZ verteufelt.
Es liegt die Vermutung nahe das hier versucht wird.. nur die Interessen der Pharmaindustrie zu berücksichtigen und nicht die Gesundheit der Bürger zu sichern.Ich habe Briefe an die Politik gelesen wo von Pfizer aufgefordert wird das Rauchverbot härter durchzusetzen und Rauchen zur Krankheit zu erklären.Diese soll natürlich von der Krankenkasse bezahlt werden. Sehr interessant wäre mal eine Überprüfung des DKFZ Institut und deren Verwicklung mit der Pharmaindustrie...
Man muss ja Raucher nicht direkt umbringen oder zum Invaliden machen damit diese nicht mehr Rauchen.
Wie hört man das Rauchen auf, ganz einfach bleiben lassen.
Das geht wirklich!!!
Wenn ich den Kommentar von Pfizer Deutschland (hier im Kommentarbereich) als echt annehme, dann kann ich nur den Kopf schütteln.
Zitat Pfizer Deutschland:
"Die Anzahl kardiovaskulärer Ereignisse war in dieser Analyse sehr gering ..."
Hier im Gegensatz ein Zitat von Sonal Singh, einer der Autoren der Metaanalyse, aus einem anderen Artikel:
"In absolute terms, it is a small difference," ...."
"However, when you consider the difference from a population perspective, you get a very different picture."
"It is estimated that 7 million people in the U.S. were using Chantix last year. If you apply our results to the total number of users, I estimate that there were 62,500 cardiac events that were linked to use of Chantix. That is not a small number, by any standards."
Und das OR beträgt 1,72 (95% CI 1.09-2.71)
Und bei dieser Zahl sind all die anderen Nebenwirkungen bzw. Gefährdungen (Suizide, Gewalt, usw.) meines Wissens nicht inkludiert.
In diesem Artikel der Süddeutschen wird eine Aussage von Pfizer-Sprecher Thomas Biegi wie folgt wiedergegeben:
"Er verweist auf firmeneigene Studien - allerdings an herzkranken Probanden -, wo es nur minimale Unterschiede zwischen Champix- und Placebogruppe gegeben habe."
Wenn es dieselbe "Studie" ist, die ich jetzt meine, dann frage ich mich schon, warum die FDA am 16.06.11 eine Warnung rausgab.
Zitat:
"The U.S. Food and Drug Administration (FDA) is notifying the public that the smoking cessation aid Chantix (varenicline) may be associated with a small, increased risk of certain cardiovascular adverse events in patients who have cardiovascular disease. ..."
Außerdem frage ich mich, warum die Süddeutsche hier nicht genauer recherchiert? Warum werden eigentlich nicht die Links zu den entsprechenden Studien angegeben? Wäre es nicht sogar die Pflicht, um den Leser neutral zu informieren?
Endlich wurde ein Mittel gefunden und hergestellt, die Raucher endgültig zu beseitigen. Bin gespannt auf das Buch - Ein furchtbares Land -. Es soll von Denunzianten aller Genre handeln.
"Es verursacht Bewusstseins- und Sehstörungen, Suizide, Gewalt, Depressionen und verschlechtert Diabetes"
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Sehr sachlich, zu sagen, daß ein Medikament "Suizide" und "Gewalt" verursacht. Au Backe...
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