Wohnung mieten Was muss ich bei der Kündigung des Mietvertrags beachten?

Wenn der Umzugswagen vor der Tür steht, sollte die Kündigung schon ordnungsgemäß abgeschlossen sein.

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Mietverträge werden nicht für die Ewigkeit geschlossen. Worauf der Mieter achten muss, wenn er selbst kündigt, und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit ein Vermieter kündigen kann.

Von Sabrina Ebitsch

Neuer Job, neue Stadt? Raus aufs Land? Endlich mit dem/der Liebsten zusammenziehen? Warum auch immer man eine Wohnung kündigt, mit Wohnungssuche und Umzug hat man meist genug zu tun. Da ist es gut, wenn wenigstens die Kündigung reibungslos abgewickelt werden kann.

Wenn der Mieter kündigt

In der Regel kann der Mieter seinen Mietvertrag zu jedem Zeitpunkt mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende kündigen. Wer früher raus will, kann mit dem Vermieter vereinbaren, dass dies möglich ist, sobald ein geeigneter Nachmieter gesucht und gefunden ist. Einen Anspruch darauf hat man aber nicht. Dass ein scheidender Mieter dem Vermieter drei akzeptable Nachmieter präsentieren muss und damit automatisch seiner Vertragspflichten ledig ist, ist ein Irrglaube.

Ein formloses Schreiben an den Vermieter reicht, Gründe muss der Mieter nicht angeben. Der Brief muss an alle Vermieter adressiert und von allen im Mietvertrag stehenden Mietern unterschrieben sein. Er muss spätestens am dritten Tag des Monats eintreffen, sonst läuft die Frist erst ab dem Folgemonat.

Ausnahme ist ein Zeitmietvertrag, hier müssen sowohl Vermieter wie auch Mieter die vereinbarte Mietdauer einhalten, wenn das Kündigungsrecht entsprechend im Vertrag ausgeschlossen ist.

Die Drei-Monats-Frist gilt nicht, wenn der Vermieter eine Modernisierung oder eine Mieterhöhung plant, der Mieter kann dann innerhalb von einem Monat beziehungsweise zwei Monaten nach Kündigung ausziehen.

In Ausnahmesituationen ist auch eine fristlose Kündigung möglich, dann allerdings mit Begründung. Zum Beispiel dann, wenn die Wohnung für den Mieter wegen schwerer Mängel nicht mehr nutzbar ist, Gesundheitsgefahr besteht oder das Vertrauensverhältnis zwischen den Parteien nachhaltig gestört ist - wie in einem Fall in München, als eine Vermieterin ihre Mieter über durchsichtige Spiegel im Badezimmer beobachtet hat.