Privatsphäre im Netz Facebook erinnert Nutzer an Datenschutz

Private Urlaubsfotos sind aus Versehen für jeden im Internet zu sehen - solche Momente möchte Facebook verhindern. Das Netzwerk weist seine Nutzer deswegen nun deutlicher auf die Einstellungen hin.

  • Facebook möchte seinen Nutzern bewusster machen, was Dritte über sie auf der Plattform erfahren können.
  • Ein kleines Fenster wird Mitglieder in den kommenden Tagen auf die neuen Einstellungen hinweisen.
  • Facebook will erreichen, dass Nutzer ihre Privatsphäre-Einstellungen besser schützen.

Facebook speichert viele Daten

1,3 Milliarden Nutzer hat die Seite mittlerweile weltweit - und sie hinterlassen jede Menge Spuren auf den Servern von Facebook. Der Konzern würde gerne weg von seinem Image als datenfressender Krake, der jede Vorliebe der Nutzer genauestens kennt. Angehäuft durch unzählige Angaben, öffentliche Äußerungen, Likes und die Auswertung des Surfverhaltens.

Netzwerk weist auf Einstellungen hin

Nun möchte Facebook nicht weniger Daten sammeln - aber die Nutzer daran erinnern, was andere auf Facebook über sie herausfinden können. In den nächsten Tagen werden Nutzer auch in Deutschland ein Pop-up-Fenster zu sehen bekommen, das ihnen zeigt, welche Informationen sie bisher über sich freigegeben haben.

Der Privatsphäre-Checkup wurde im Mai dieses Jahres angekündigt und soll nach Aussage von Facebook in den kommenden Wochen Nutzern weltweit zur Verfügung stehen.

"Die Menschen auf Facebook haben die volle Kontrolle darüber, was sie mit wem und wie teilen. Mit dem Checkup geben wir eine Hilfestellung und machen noch einmal auf die bereits vorhanden Einstellungsmöglichkeiten aufmerksam", sagt Facebook-Sprecher Stefan Stojanow.

Das Pop-up zeigt einen blauen Dinosaurier. Der zeigt dann beispielsweise, wie Nutzer ihre Statusaktualisierungen mehr oder weniger sichtbar machen können: nur für die eigenen Freunde, auch für Freunde von Freunden oder für jeden im Internet. Neue Einstellungen kommen aber nicht dazu.

Drei Schritte für eine verbesserte Privatsphäre-Einstellung

In drei einfachen Schritten können Nutzer Privatsphäre-Einstellungen für Beiträge in den Neuigkeiten, App-Einstellungen und den Privatsphäre-Einstellungen im eigenen Profil überprüfen.

"Jeder, der in den nächsten Tagen auf Facebook geht, wird die Ankündigung zum Privatsphäre-Checkup sehen und kann dann entscheiden, ob er diesen direkt oder zu einem späteren Zeitpunkt durchführen möchte", sagt Stojanow.

Facebook zielt auf kontrollierten Datenschutz

Das sei ein weiterer Schritt, um die Medien- und Datenkompetenz von Nutzern zu fördern und den Menschen auf der Plattform zu zeigen, welche Möglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen, um ihre Informationen und Daten zu kontrollieren und zu schützen.

Bereits im Frühjahr testete Facebook diese Funktion in den USA. Dass auch in Deutschland Nutzer das wünschen, zeigt eine Studie des Branchenverbandes Bitkom. Demnach wollen 91 Prozent aller Internetnutzer in Deutschland festlegen können, wer welche Informationen über sie sehen darf.

So können Nutzer ohne Dino Informationen schützen

Wer seine Einstellungen ohne Pop-up ändern will, kann das jetzt auch schon: In der Desktop-Version oben rechts auf das Pfeilsymbol klicken. Im Menü den Unterpunkt "Einstellungen" und dort "Privatsphäre" wählen. Per Liste lässt sich einstellen, wer die Beiträge sieht. Wahlweise ist es auch möglich, in dem Fenster, in das man seinen Status postet, die Sichtbarkeit einzustellen. Dafür auf den Pfeil rechts unten am Fensterrand klicken und die gewünschte Einstellung auswählen.

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