Gemeinsam mit Samsung wagt Google den nächsten Versuch, dem iPhone Paroli zu bieten. Der Kurztest zeigt: Für das Nexus S sprechen viele Argumente.
Auch wenn die Aufregung um das erste Handy des Suchmaschinenkonzerns Google noch groß war, für ein Google-Handy campiert heute niemand mehr vor einem Laden. Dennoch erwarten vor allem technisch Versierte von einem Gerät, das der Konzern unter seinem Namen vertreibt, ganz außergewöhnliche Fähigkeiten.
Bild vergrößern
Google-Handy Nexus S: Nahe dran am iPhone. (© Google)
Anzeige
Beim Nexus S, dem von Samsung gebauten neuen Smartphone von Google, sind es zwei Dinge, die auffallen: Da ist zum einen der leicht nach innen gebogene, riesige Bildschirm und zum anderen der eingebaute Chip für den Funkstandard Near Field Communication (NFC), der Handys schon in naher Zukunft dazu befähigen soll, als Zahlungsmittel zu dienen und RFID-Funketiketten zu lesen.
Für den Prozessor hingegen hatten sich Gigahertz-Junkies eine Lösung mit Doppelkern gewünscht wie er zum Beispiel in Samsungs neuem Galaxy S 2 steckt, in Motorolas Atrix oder im Optimus Speed von LG. Entscheidend aber ist, was auf dem Bildschirm ankommt, und hier muss sich das Nexus S nicht verstecken.
Das wird bereits an der Animation unmittelbar nach dem Einschalten des Geräts deutlich: Der Bildschirm in Samsungs Super-Amoled-Technik kommt in Sachen Auflösung und Brillanz Apples Retina-Display am nächsten, im Fall von einfallendem Sonnenlicht ist er ihm sogar überlegen.
Vorne dabei zu sein, bedeutet bei Googles Betriebssystem Android auch stets, dass auf den eigenen Handys die jüngste Version installiert wird. In diesem Fall ist das Android 2.3, Codename Gingerbread. Es wird - anders als bei anderen Hardware-Herstellern - in der nackten Version aufgespielt, also ohne Zusätze wie beispielsweise Samsungs Touch Wiz. Das ist eine Oberfläche, die sich bemüht, häufige Anwendungen einfacher oder besser zu gestalten als das reine Betriebssystem.
Das Plus im Preis
Doch man handelt sich damit auch ein Problem ein. Denn bringt Google eine neue Version von Android heraus, kann man diese nicht einfach auf sein Gerät aufspielen, sondern muss warten, bis der Hersteller eine aufs Gerät abgestimmte Version freigibt.
Das Nexus S hat im Gegensatz zum Galaxy S von Samsung, mit dem es sonst viel gemein hat, einen LED-Blitz. Das Gehäuse wirkt durch viel Plastik billiger als das iPhone, das Handy ist aber auch leichter. Wie immer bei Android lässt sich der volle Leistungsumfang nur ausschöpfen, wenn man die Google-Anwendungen nutzt. Die 16 Gigabyte an eingebautem Speicher lassen sich nicht erweitern.
Bis auf die NFC-Unterstützung, die hierzulande noch wenig bringt, bietet die neue Android-Version keine wesentlichen Vorteile, aber das Nexus S ist ein sehr zügig reagierendes Gerät mit einem ausgezeichneten Bildschirm und mit einem Straßenpreis von etwa 400 Euro preiswert.
(SZ vom 19.04.2011/joku)
Eurovision Song Contest
Also ich habe ein HTC (das Desire, immerhin vom Modell her auch schon > 1 Jahr alt)
Und es hat sich nach dem Kauf sofort "over the air" ohne PC und irgendwelches iGedüdel auf die Aktuelle Android Version "geupdated" und der update fuer Gingerbread ist fuer Mai/Juni angekuendigt.
Wo schlimm ist das also auch nicht....
Und ich habe auf der anderen Seite Kollegen, die frustriert sind, dass ihr 3G iPhone von Apple als so veraltet angesehen wird, dass es immer zaeher und unfluessiger arbeitet. Das gebe ich aber ausdruecklich als dritt-meinung weiter :)
Ansonsten ist die App-Situation auch nicht so schlecht wie oft beschrieben. Klar viele Marketing Aktionen sind oft nur fuer iPhone oder fuers iPhone zuerst.
Aber im direkten Vergleich mit meinen iPhone Kollegen gabs bis jetzt nur sehr wenig, dass man vermisst und umgekehrt gibts auch Dinge die es auf dem iPhone nicht gibt.
(Widgets zum Beispiel :-)
Und was heisst bitte: "Android geht zuviel ueber Drittanbieter"? Apps, oder die Hardware?
Die Apps gibts hauptsaechlich aus dem Android Market in den USA auch ueber Amazon. Natuerlich gibt es auch verstreute legale und halblegale und illegale Quellen im Netz. Aber: Muss man die Nutzen?????
Und die iPhone Apps werden ja auch nicht alle von Apple programmiert ;-)
Apple hat halt den Vorteil definierter Platformen, das ist stabiler, erlaubt zuegige App Entwicklung (mit teurem Entwicklerpaket) und ist fuer den Endnutzer natuerlich "smoother".
Aber in meinen Augen auch unfelxibler. Faengt schon damit an, dass ich nicht unbedingt >600 Euro fuer ein aktuelles iPhone ausgeben moechte :) das mich dann auch unbedingt und zwingend auf das iGedüdel festlegt.
(Auch wenn es nicht immer geglaubt wird, man kann, natuerlich mit Einschraenkungen aber ohne Hack, Android auch OHNE Google nutzen)
Aber wie immer: Auswahl ist gut! Monopole waeren schlecht!
eigentlich ist das Android-OS super...
Leider bastelt jeder Hersteller da noch irgendwelche Ohren dran, auch ist es durch die Vielzahl an unterschiedlichen Gräten und Auflösungen sehr schwer vernünftige Apps zu programmieren. Und leider verfahren die Hersteller (HTC!) nach dem Prinzip: ich kann ein Gerät nur einmal verkaufen, Updates? Fehlanzeige wenn man Glück hat bekommt man vielleicht eins. Super, dann hat man einen teuren Boliden in der Tasche der nach 3 Monaten vom OS schon veraltet ist! Dann kann man selbst anfangen und das Ding rooten, flaschen etc. pp
Man kann Apple vorwerfen was man will, für das Iphone 3G gab es zwei Jahre lang regelmäßig Updates.
Schade wollte eigentlich nach dem 3G auf Android wechseln...
1,5Jahren Android muss ich sagen. Das nächste Smartphone wird keines mit Google. In Sachen Hardware sind die Geräte dem Apple deutlich überlegen, allerdings hat sich der Vorteil gleich wieder erledigt, da beim Nutzer davon nichts ankommt. Es fehlen schlicht die Anwendungen.
Und trotz aller Versprechen seitens Google kommen keine "prof. Apps". Apps für Sonderlösungen oder nahmhafter Hersteller. Da heisst es in der Regel "jetzt für das Iphone". Android geht zuviel über Drittanbieter (oft absolut unbekannter Herkunft). Und da ist das Problem das die Apps häufig Basterlstatus haben. Man findet immer irgendwas, aber in 90% eben mit Einschränkungen etc. Oder man benötigt 2 und mehr Apps für eine bestimmte Anwendung.