Nachdem das Vorgängermodell floppte, will Google nun nochmals mit einem eigenen Smartphone angreifen. Mit der neuen Version des Handy-Betriebssystems Android ausgestattet, macht es das Telefon zur Kreditkarte.
Als Google im Januar 2010 mit dem Nexus One ein eigenes Handy ankündigte, war die Erwartungshaltung groß: Vom "iPhone-Killer" war die Rede, dem Einstieg Googles in die Hardwarebranche.
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Kein iPhone-Killer mehr: Das neue Google-Handy Nexus S. (© Google)
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Doch der Hoffnungsträger verkaufte sich nur schleppend: Schon im Juli beendete das Unternehmen sein Handy-Experiment.
Nun folgt der zweite Anlauf: Wie Google in einem Blogeintrag ankündigte, schickt der Konzern nun das Nexus S ins Rennen. War beim Nexus One noch der taiwanesische Handy-Hersteller HTC mit im Boot, stammt die Hardware beim neuen Google-Smartphone von Samsung. Als Grundlage dient das erfolgreiche Samsung-Handy Galaxy S, das seit einigen Monaten auf dem Markt ist.
Technisch soll vor allem der 1 Gigaherz Hummingbird-Prozessor dafür sorgen, dass mehrere Anwendungen gleichzeitig ausreichend schnell laufen. Der Touchscreen hat einen Durchmesser von vier Zoll, beruht auf Amoled-Technik bietet eine Auflösung von 480x800 Pixel. Neben der herkömmlichen Kamera (fünf Megapixel) hat das Gerät auch eine Frontkamera, die bei entsprechenden Apps Videochats ermöglicht.
Besonders spannend dürfte jedoch die Integration eines Nahfeld-Chips sein: Die Technik der Near Field Communication erlaubt es, drahtlos Informationen über eine kurze Distanz auszutauschen.
Zahlen mit dem Handy
Das ermöglicht zum Beispiel künftig theoretisch, an der Supermarktkasse per Handy zu bezahlen, sein Smartphone flink und ohne Anschluss an ein USB-Kabel mit seinem Computer zu synchronisieren oder digitale Informationen aus mit Chips ausgestatteten Objekten wie Postern oder Kleidern zu lesen. Es wird damit gerechnet, dass ein solcher Chip bald zur Standardausstattung eines jeden Smartphones gehört.
Android 2.3 (Versionsname "Gingerbread", übersetzt "Lebkuchen") ermöglicht den Einsatz von Nahfeld-Apps - das Nexus S ist als erstes Handy mit dem neuen Betriebssystem ausgestattet und soll so eine Vorreiterrolle für die nächste Smartphone-Generation übernehmen.
Android 2.3 soll nicht nur die Integration des Systems in flache Tablet-Computer vereinfachen, sondern auch die Nutzerfreundlichkeit durch eine bessere Touchscreen-Tastatur erhöhen. Ebenfalls neu ist die Unterstützung von Voice-over-IP-Telefonaten, allerdings ist durchaus möglich, dass Mobilfunkanbieter diese Funktion blockieren.
Das US-Technologieblog Techcrunch hat das Nexus S bereits unter die Lupe genommen. Das Fazit: "Wenn Du ein iPhone hast, wirst Du nicht wechseln. Als Android-Nutzer wirst Du dieses Telefon mehr als jedes andere haben wollen. Wenn Du keines von beiden bist, raten wir, zum Nexus S zu greifen."
Gerüchte über Google-Notebook
Ob solche Lobeshymnen dem Google-Handy dieses Mal zum Durchbruch verhelfen werden? Zumindest beim Vertrieb will der Konzern die Fehler des Nexus One vermeiden: Damals wollte Google das Telefon zu Beginn exklusiv über die eigene Webseite vertreiben - diese Hürde war vielen Kunden zu hoch.
Das Nexus S soll deshalb ab Mitte Dezember nicht nur online, sondern auch in Märkten der US-Elektronikmarktkette Best Buy und zweier britischer Händlerketten erhältlich sein. Über den Preis ist derzeit nichts bekannt, auch der Deutschlandstart ist noch nicht terminiert.
Google-Chef Eric Schmidt hatte das Nexus S bereits vor einigen Wochen auf einer Konferenz kurz präsentiert, um die Nahfeld-Technik vorzustellen. Weil sich Android-Handys anderer Hersteller inzwischen äußerst gut verkaufen, betont der Konzern, nicht vom Erfolg seiner eigenen Smartphones abhängig zu sein. Der IT-Branchendienst Zdnet schreibt deshalb auch von einer "Evolution, keiner Revolution".
Die könnte bereits in den kommenden Tagen folgen: Gerüchten zufolge könnte Google dann ein eigenes Notebook für sein Netbook-Betriebssystem Chrome vorstellen, inklusive eines App-Stores.
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(sueddeutsche.de)
Christopher Lee zum 90.
Nur Festnetz ist auf Dauer ja unpraktisch...
Prinzipiell dürften Sie dann keiner Software (inklusive Webseiten) mehr trauen, die Sie nicht selbst durchleuchtet und kompiliert haben (sofern Sie das überhaupt können - nicht böse gemeint, aber den Tatsachen entsprechend, es ist nun einmal nicht jeder Entwickler).
Ob nun Google, Microsoft, Apple oder sonstwer - alle bieten ein geschlossenes System an, das Dinge für Sie tut. Welche Dinge es dabei noch so für sich selbst tut, bleibt eine Blackbox, in die man nur sehr begrenzt hineinschauen kann.
Und gerade hier hat präsentiert sich Google noch mehr als umgänglich! Man kann den Code von Chrome OS und auch von Android komplett herunterladen, ändern und anpassen.
Versuchen Sie das mal beim iPhone oder einem Windows 7-Handy!
Von einem Flop des Nexus One zu sprechen.
Es wurde eventuell kein Mainstream Erfolg wie das iPhone, aber bei Entwicklern und anderen Nerds ist das teil sehr beliebt da es als erstes Android Updates bekommt und als einziges Handy von Haus aus alternative Firmware unterstützt.
Vorallem die Aktion mit den verschenkten Nexus One Handys dürfte der Android App Entwicklung den nötigen Schwung gegeben haben.
Das Nexus One war vorallem eines: Ein Android Handy mit damals allen unterstützen Features damit die Entwickler ein Handset hatten um sich auszutoben.
Und das hat recht gut geklappt ;-)
"Der nächste Versuch nach Google Chrome den User auszuspionieren. "
Und Apple ist etwa besser? Ich denke nur an die ganzen Angebote die Userdaten auf Apple-Servern speichern, den Mega-Dongle "iTunes" etc. pp.
Der nächste Versuch nach Google Chrome den User auszuspionieren.
Selbst wenn es kein anderes Handy mehr gäbe, das Ding käme mir nicht ins Haus.
Google traue ich nicht weiter wie ich sehe....