Chinas Staatsmacht hat den Zugang zur Suchmaschine Google gekappt: Peking kritisiert die "Verbreitung von Pornographie".
Internet-Nutzern in China ist am Donnerstag der Zugang zu den Google-Diensten verwehrt worden. Weder die Hauptseite des Angebots noch die chinesische Version waren erreichbar. Die kommunistische Regierung in Peking warf der englischen Version "Verbreitung pornographischer, vulgärer und obszöner Inhalte" und damit den Verstoß gegen die chinesischen Gesetze vor. Ob die Behörden hinter dem Ausfall stehen, wollte das Außenministerium nicht sagen.
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Google-Werbung in China (© Foto: AP)
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"Wir untersuchen die Angelegenheit und hoffen, dass der Dienst bald wiederhergestellt wird", sagte Google-Sprecher John Pinette in Hongkong. China hat mit rund 300 Millionen Anwendern die größte Internet-Gemeinde weltweit. Die Regierung versucht aber, den Zugang zu Inhalten zu sperren, die sie für obszön oder subversiv hält. Sie betreibt das größte Überwachungs- und Filtersystem im weltweiten Web.
Unterdessen forderte die US-Regierung die Behörden in China auf, auf ihre Pläne für die Einführung eines Internet-Filters auf allen neu verkauften Personalcomputern zu verzichten.
In einem Brief an die zuständigen Behörden in Peking erklärten Wirtschaftsminister Gary Locke und der Handelsbeauftragte Ron Kirk, die Anordnung könnte einen Verstoß gegen die chinesischen Verpflichtungen zum freien Handel darstellen. Auch hätten die PC-Hersteller nicht genügend Zeit gehabt, um die Anordnung, die zum 1. Juli in Kraft setzen soll, umzusetzen.
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Rekord in Deutschland
Einmal mehr fühle ich mich darin bestärkt, China nicht zu bereisen, obwohl mich die kulturellen Schätze und die Menschen dort zu einem Besuch mehr als inspirieren!
Ferner teile ich die Angst, dass unser "demokratisches" System immer mehr die totalitären Überwachungssysteme von kommunistischen und anderen diktatorischen Regimes zulässt und einsetzt.
Sogar das hier zu schreiben verursacht manchmal ein mulmiges Gefühl im Bauch, da ich von politischer Beratung lebe und nicht weiß, in welchen Kanälen das vielleicht nochmal landet.
@ Peter Junge
In der Tat, es ist unterschiedlich. Ist der Internet-Anschluß auf Sie angemeldet, haben Sie weniger Sperren und auch die netten Cyber-Polizisten erscheinen nicht so häufig. Bei chinesischen Bürgern dagegen sieht dies ganz anders aus.
Ich bin selbst häufiger in China u. nutze dort den Anschluß meiner Frau (Chinesin). Nach erfolgter "Anmeldung" bei yahoo.cn, obwohl ich bereits bei yahoo.com und .de bereits gemeldet bin, wird der Internet-Anschluß offenbar so behandelt, als sei er auf mich angemeldet, also nahezu Zugang zu Allem.
Da kann man sich schon mal langsam daran gewöhnen, wie es in naher Zukunft in Deutschland sein könnte, wenn man unsere bundesdeutschen Politikern das machen läßt, was ihnen so alles vorschwebt...
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Guten Tag,
das Problem scheint durchaus nicht jeder in China zu haben. Ich selber lebe in Peking und habe Freunde, die Google in der Tat nicht erreichen können. Persönlich betroffen bin ich aber nicht, google den ganzen Tag ohne irgendwelche Tricks und lese die Süddeutsche mit dem Google Reader.
Viele Grüße aus Peking,
Peter Junge