US-Behörden verhaften zwei twitternde Aktivisten, die den Demonstranten beim G-20-Gipfel die Polizeitaktik verrieten. Es könnte ein Präzedenzfall werden.
Unter Aktivisten gehört der Mikrobloggingdienst Twitter heutzutage zum Standardwerkzeug, wenn es darum geht, während Demonstrationen Informationen über die aktuelle Lage auszutauschen oder Zwischenfälle zu dokumentieren.
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Anti-G-20-Proteste in Pittsburgh: Per Twitter über die Lage informiert. (© Foto: afp)
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Nun müssen vielleicht bald US-Gerichte entscheiden, wo dabei die Grenze zwischen dem Recht auf freie Rede und der Behinderung der Polizeiarbeit liegt. Hintergrund ist ein Vorfall am ersten Tag des G-20-Gipfels in Pittsburgh.
Am 24. September hatten sich nach dem Aufruf einer anarchistischen Gruppe mehrere tausend Demonstranten zu einer nicht genehmigten Protestaktion im Stadtteil Lawrenceville versammelt.
Im Zuge des Polizeieinsatzes, bei dem Tränengas und Gummigeschosse abgefeuert wurden, durchsuchten Beamte auch ein Motelzimmer am Stadtrand. Dort fanden sie, so berichten US-Medien unter Berufung auf Gerichtsdokumente, zwei Männer: Mit einem Funkscanner ausgerüstet verfolgten diese die Kommunikation der Sicherheitsbehörden und leiteten die Informationen per Handy und Twitter an die Demonstranten weiter. Sie wurden sofort verhaftet.
Steuerung der Demonstranten?
Einer der beiden ist der New Yorker Sozialarbeiter Elliot Madison, dem nun wegen Behinderung der Strafverfolgungsbehörden die Anklage droht. Wie die New York Times berichtet, beteiligte sich der 41-Jährige an der Aktion der Aktivisten vom "Tin Can Comms Collective", einer linken Anarchistengruppe.
Durch seine Kurznachrichten über Einsatzorte und Bewegungen von Polizeieinheiten soll Madison nach Darstellung der Behörden das Verhalten der Protestierenden gesteuert haben. Dies hätte dazu beigetragen, dass sich die Demonstration nicht wie von der Polizei gefordert aufgelöst habe. Konkret nachzuweisen, dass Madisons Twitternachrichten die Bewegungen der Masse koordinierten, dürfte allerdings schwierig werden.
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Überschrift ist wieder mal falsch. Dümmer als die Polizei erlaubt müsste es heißen, denn sie wurden ja erwischt.
Wer die Wahrheit sagt, verhetzt das Volk, und wer sich geschickt anstellt, behindert die Arbeit der Polizei.
Ach ja, und wer auf dem Schulhof betet, versucht seine Mitschüler durch unzulässige Nötigung zu missionieren.
Man kann doch nur noch drüber lachen.
Opposition ist gestattet, aber bitte so, daß moderne Kommunikationsmittel nicht verwendet werden. Das könnte ihr ja zum Erfolg verhelfen. Dieser Fall zeigt, daß Schäusle, Bösbach und deren Überwachungsbefürworter auch diese Praxis "in den staatlichen Griff" bekommen müssen. Vom Twittern geht eine terrositische Gefahr für die Bevölkerung aus.
Anarchie ist doch nur in der Finanzwelt erlaubt. Wie kann sich ein einfacher Mensch erdreisten, anarchistische Literatur zu lesen?
So long...
Die Hamburger Polizei ist halt einfach voll engagiert, wenn auch hoechst ungeniert.
Ich erinnere an die Handlangerdienste fuer die Chinesen, waehrend des Fussballlaenderspiels Deutschland-Volksrepuplik China vor ein paar Jahren.
Da waren unsere Hamburger Freunde und Helfer im Einsatz fuer die KP China's. Da wurden alle tibetischen Flaggen im Stadion sofort entfernt. Die Chinesischen Kollegen observierten das Stadion und teilten dann per Funk den hamburgerpolizisten mit, wer unter Androhung der Festnahme seine tibetische Flagge abzugeben hatte.
Sonst haette wohl ein Chinese oder gar ein Tibeter am Fersehschirm in China die verbotene Fahne gesehen, wie bei der Fussball WM-Eroeffnung in Frankreich. Seitdem gibt es keine Liveuebertragungen mehr in China aus dem Westen , nur noch mit einer Minute Verzoegerung, so das die Zensurleute das Bild absegnen koennen.
Unglaublich, fuer was sich so eine Polizei im Rechtsstaat missbrauchen laesst.
Paging