Karl-Theodor zu Guttenberg braucht "Zeit und Abstand": In einem Brief an die CSU-Mitglieder schreibt er, er wolle lieber in Ruhe Verfehlungen aufarbeiten und die "missglückten letzten Wochen" überdenken. Gleichzeitig kündigt er an, sich trotzdem noch zu bestimmten Themen zu äußern. Das Schreiben im Wortlaut.
Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren, liebe Parteifreunde,
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Ich habe unserem Parteivorsitzenden Horst Seehofer und den CSU-Kreisvorsitzenden meines früheren Bundeswahlkreises Kulmbach in persönlichen Gesprächen mitgeteilt, dass ich mich im Jahre 2013 nicht für ein politisches Mandat bewerben werde.
Es wäre nicht der richtige Zeitpunkt. Und ich habe auch aus meinen Fehlern zu lernen.
Nicht jede meiner Reaktionen und Äußerungen im vergangenen Jahr, das ich als extrem empfunden habe, war klug. Rückblickend waren auch die letzten Wochen missglückt, die vielen, obgleich es nicht meine Absicht war, wie eine Comeback-Inszenierung erschienen.
Auch hieraus habe ich meine Lehren und Konsequenzen zu ziehen. Dies erfordert jedoch Zeit und Abstand.
Die Phase der Aufarbeitung von Verfehlungen, eigenem Verschulden und meiner persönlichen Neuorientierung beinhaltet auch einen notwendigen Rückzug aus dem Licht der deutschen Öffentlichkeit.
So werde ich auf lange Sicht keine Einladungen zu Auftritten bei öffentlichen Veranstaltungen in Deutschland annehmnen bzw. bereits gegebene Zusagen leider wieder zurücknehmen müssen. Letzteres tut mir besonders leid, aber ich bitte gleichwohl sehr um Verständnis und danke für zahlreiche Anfragen, die mich gerade in den vergangenen Montaten erreicht haben.
Die CSU bleibt meine politische Heimat, ich habe ihr viel zu verdanken und ich bin und bleibe ihr im Herzen verbunden.
Besonders dankbar bin ich meinen politischen Freunden, die mir eine Rückkehr ermöglichen wollten und eine Bewerbung für meinen Wahlkreis "offengehalten" haben. Dies ist eine im politischen Geschäft sehr unübliche und außergewöhnliche Geste, die mich angerührt hat und die ich nicht vergessen werde. Ebenso danke ich den vielen Freunden, die mich gebeten haben, erneut anzutreten.
Die Jahre, in denen ich politische Verantwortung für meinen Wahlkreis, für die CSU und in der Bundesregierung tragen durfte, waren überaus erfüllend und ich empfinde diese Zeit als ein wunderbares, ehrenvolles Privileg.
Die Arbeit für meine oberfränkische und bayerische Heimat war mir eine wirkliche Herzensfreude und ich werde - egal an welchem Ort dieser Welt - weiter nach Kräften für ihre Belange werben und mich entsprechend einsetzen. Gleiches gilt für die CSU.
Ich will mich nun neuer Aufgaben annehmen. Zuweilen werde ich mich zu außenpolitischen Themen äußern. Allerdings nicht als Politiker, sondern als politisch denkender Mensch.
Danke vielmals für alle erfahrende Unterstützung, für gebotene Kritik und Freundschaft. Ich freue mich trotz räumlicher Distanz auf viele weitere persönliche Begegnungen und bin mit herzlichen Grüßen
Ihr/Euer Karl-Theodor zu Guttenberg
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(Süddeutsche.de/liv)
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v.Guttenberg´s Worte:
"Es wäre nicht der richtige Zeitpunkt. Und ich habe auch aus meinen Fehlern zu lernen. Nicht jede meiner Reaktionen und Äußerungen im vergangenen Jahr, das ich als extrem empfunden habe, war klug. Rückblickend waren auch die letzten Wochen missglückt, die vielen, obgleich es nicht meine Absicht war, wie eine Comeback-Inszenierung erschienen."
Hier, aus diesen Worten ist Demut erkennbar.
Leider war dies nicht der Fall, nachdem ihm seine Fehler nachgewiesen wurden und er sich nur herausreden wollte.
Vielleicht begreift er auch, dass man keinen Doktor, oder Professor braucht, um ein guter Politiker zu sein.
Diese Bibelworte aus Römer 12,16 Bibelworte vergessen sowohl die heutigen Kirchenoberen, als auch "christlichen Politiker":
"Trachtet nicht nach hohen Dingen,
sondern haltet euch zu den Geringen,
haltet euch nicht selbst für klug"
so einen Aufsatz kann nur ein Satiriker geschrieben haben, ist er einer? Der Mann hat wirklich "Klasse", Adel verpflichtet eben!
Wir brauchen Abstand von diesem Hochstapler. Und zeitlich stelle ich mir eine adäquate Karenzzeit bis 2145 vor.
als würde er sich endlich zu einem Spezialisten in Behandlung begeben. Das wäre wirklich ein Schritt den man nur begrüßen und mit Hochachtung betrachten könnte. Sollte dies wirklich der Fall sein, dann ziehe ich erstmals meinen virtuellen Hut vor ihm.
Es braucht Anstand, wenn man Glaubwürdigkeit und Anerkennung (zurück)haben will. Leider mangelt es nicht nur zu Guttenberg daran, sondern den meisten anderen Politikern ebenfalls (siehe Wulff).
Nun ja, da hat er nun offenbar rechtzeitig selbst festgestellt, das ihn, ausser ein paar durchgeknallter Politgroupies, niemand mehr will.
Paging