Die Freien Wähler um ihren Chef Hubert Aiwanger sind derzeit auf "die" nicht gut zu sprechen. "Die", das sind die von der CSU: die Großen, die Wichtigen, die Regierenden, die Ungehobelten. Dabei würden die Freien Wähler zu gern mit ihnen gemeinsame Sache machen. Denn ungehobelt können sie auch.
Neulich, im Landtag, das war wieder eine jener Schlüsselszenen für Hubert Aiwanger. Gerade ging es um staatliche Förderung für regionale Fernsehsender, und der Chef der Freien Wähler (FW) hatte dazu eine eigene Initiative in der Tasche. Da sei ein CSU-Kollege gönnerhaft an ihn herangetreten, um von oben herab zu sagen: "Überlasst's doch die Medienpolitik denen, die was davon verstehen."
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"Eigentlich ist das Selbstmord, was die machen, mit diesem Benehmen". Hubert Aiwanger, der Chef der Freien Wähler in Bayern, ist auf "die" von der CSU gerade nicht sehr gut zu sprechen. (© dpa)
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So etwas mag Aiwanger überhaupt nicht, noch Tage später spukt ihm die Szene durch den Kopf. Er sitzt an einem großen Tisch im Unionsbräu, gleich neben dem Landtag, und redet sich in Rage: "Ich an deren Stelle würde Süßholz raspeln", sagt er - schließlich kann es gut sein, dass die CSU die Freien Wähler als Koalitionspartner noch einmal braucht. "Eigentlich ist das Selbstmord, was die machen, mit diesem Benehmen."
"Die", das sind die von der CSU: die Großen, die Wichtigen, die Regierenden, die Ungehobelten. Aiwanger ist der Chef der anderen: Die Freien Wähler sind klein, nicht so richtig wichtig, sie regieren nicht. Nur ungehobelt sein, das können sie auch.
Wenn Aiwanger richtig loslegt, dann kann er blitzschnell zum Mann fürs Grobe werden. Und schon gibt er der CSU noch einmal ein paar mit: "Es wär' ganz gut, wenn die mal Demokratie lernen müssten. Das können s' bis heute nicht", sagt er erregt. Und lacht dann plötzlich sein dröhnendes Aiwanger-Lachen, denn: Irgendwie findet er die ganze Kraftmeierei auch lustig, so wie man auch der gröbsten Wirtshausrauferei noch Unterhaltungswert abgewinnen kann.
Die nächsten zwei Jahre werden zeigen, ob Aiwanger das Lachen noch vergeht - oder ob er am Ende den Spaß erst richtig auf seiner Seite hat. Das große Warmlaufen hat begonnen. Im Herbst 2013 sind Landtagswahlen, Aiwanger ist fest entschlossen, sie zum Triumph für seine Gruppierung zu machen: "Die Freien Wähler werden 2013 bestimmen, wer in Bayern regiert", tönt er. Sein Szenario sieht so aus: Entweder gibt es eine Koalition mit der CSU. Oder ein siegreiches Oppositionsbündnis mit der SPD und den Grünen.
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OB-Kandidatin Nallinger
Die neueste Antwort
Richtige Antwort: Wenn Seehofer an das Wahltagsdenken und die Angst vor Machtverlust seiner CSUler apelliert, um sich Beliebiges abnicken zu lassen.
Gut wäre es, wenn die CSUler künftig beim Nicken auch noch den Spruch "Es lebe die Heuchelei, Lüge und Täuschung" von sich geben würden.
gibt es keinerlei Team-Spiel".Sie haben keinen klaren Kurs, widersprechen sich selbst und sind nicht regierungsfähig." darf man nicht vergessen, dass es sich bei Schmid um einen der CSU-Totalversager handelt, die mit dem HGAA-Kauf 3.75 Mrd. Steuergeld versenkten.
Und die CSU hat beim Atomausstieg einen klaren Zick-Zack-Kurs gefahren, sich dabei derart widersprochen, dass sie die Frage eines CSU-Bürgermeisters "Vor drei Monaten ist uns erzählt worden, es ist alles sicher und wir müssen um 14 Jahre verlängern, sonst bricht alles zusammen. Und jetzt wird gesagt: Es geht alles schneller als bei Rot-Grün und kostet nix. Habt’s uns früher angelogen, oder lügt’s uns jetzt an?" nicht beantworten konnten. Und die CSUler sind schon allein aufgrund ihrer immer noch erheblichen Arroganz nicht koalitionsfähig.
Und Georg Schmid selbst hat sich im July 2010 in einer Antwort auf Abgeordnetenwatch intensiv für eine AKW-Laufzeitverlängerung ausgesprochen und jetzt läuft er mit gewendetem Hals herum. Früher war er übrigens Becksteins Knierutscher im Innenministerium und wurde von diesem später mit der Bemerkung "Schmid ist kein Grüß-Gott Onkel" zum Fraktionschef bestimmt.