Flüchtlinge in BayernLeben im Stillstand

Etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf - ist das alles, was man zum Leben braucht? In bayerischen Asylbewerberheimen führen Flüchtlinge ein Leben in der Warteschleife. Dort gibt es zwar keinen Krieg, aber auch kein echtes Leben.

Um Asyl zu erzwingen, traten Flüchtlinge im vergangenen Sommer auf dem Münchner Rindermarkt in den Hungerstreik. Was bewegt Menschen, die es aus ihrer kriegszerstörten Heimat sicher nach Deutschland geschafft haben, zu einer solch extremen Form des Protests? Eine Fotoreportage von Mansour Aalam, die zeigt, dass ein Heim nicht auch daheim bedeutet.

Sie treten aus ihrem Asylbewerberheim und sind konfrontiert mit - nichts. Kein Krieg, keine Zerstörung, keine Armut. Aber auch kein Leben. Viele Unterkünfte in Bayern sind überfüllt, viele Flüchtlinge dürfen nicht in eigene Wohnungen ziehen, dürfen nicht arbeiten. Nicht einmal den Regierungsbezirk, in dem sie untergebracht sind, dürfen sie in Bayern verlassen. Ihr Leben steht still.

Bild: Mansour Aalam; Mansour Aalam 25. Februar 2014, 11:532014-02-25 11:53:37 © Süddeutsche.de/Carolina Torres/afis/rus