CSU Der Horst spielt doch nur

Horst Seehofer ist bekannt als jemand, der seiner Macht gerne beim Wirken zusieht.

(Foto: Wolf Heider-Sawall/laif)

Es gab Zeiten, da wäre es für Seehofer einfacher gewesen, aufzuhören. Aber gerade ist es wohl leichter weiterzumachen. Offenbar sieht der Masterplan des CSU-Vorsitzenden jetzt so aus: Ich ruf mich am besten selbst zur Rettung.

Von Roman Deininger und Wolfgang Wittl

Am Ostermontag reiste Horst Seehofer nach Rom. Er traf dort einen Bayern, der einen würdigen Abschied hinbekommen hat. Wenn man ehrlich ist: Einen besseren Abschied hat noch überhaupt keiner hinbekommen, Nicht-Bayern eingeschlossen. Vielleicht suchte Seehofer also Inspiration beim emeritierten Papst. Vor vier Jahren zog Benedikt XVI. sich zurück, einfach so, von einem Tag auf den anderen. Bei einem Mann wie Seehofer, der Überraschungen einiges abgewinnen kann, muss das Eindruck hinterlassen haben.

Er könne den Papst ja fragen, ob er einen ...