Ramsauer zur Lkw-Maut Blitzer gegen Mautpreller

"Mautprellerei ist kein Kavaliersdelikt": Verkehrsminister Ramsauer will an Straßenbrücken über Autobahnen und Bundesstraßen mobile Blitzgeräte aufstellen und so säumige Fahrer und Spediteure aufspüren. Abkassiert wird demnach gleich an der nächsten Ausfahrt.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will einem Zeitungsbericht zufolge mit sogenannten Mautblitzern gegen säumige Lkw-Fahrer und Spediteure vorgehen. Wie die Bild-Zeitung vorab berichtete, sollen bundesweit insgesamt 35 mobile Kontrollgeräte an Straßenbrücken über Autobahnen und Bundesstraßen eingesetzt werden. "Mautprellerei ist kein Kavaliersdelikt", sagte Ramsauer der Zeitung.

Kontrolle auf der Straße: Künftig will Verkehrsminister Ramsauer Mautpreller direkt abkassieren.

(Foto: dapd)

Die mobilen Einheiten bestehen demnach aus einer Kamera und einem Datensender beziehungsweise -empfänger. Im Kern handelt es sich um die gleiche Technologie, die auch bei den stationären automatischen Kontrollbrücken auf Autobahnen eingesetzt wird. Mautprellern drohen hohe Bußgelder, Fahrern 200 Euro, Spediteuren 400 Euro. Die mobilen Mautblitzer sollen vor allem an Bundesstraßen zum Einsatz kommen. Auffällige Fahrzeuge können dann bereits an der nächsten Abfahrt oder dem nächsten Rastplatz herausgewunken und abkassiert werden.

Die Lkw-Maut gilt ab 1. August nicht nur auf den meisten Autobahnen, sondern auch auf 1135 Kilometern vierspuriger Bundesstraßen. Das soll dem Bundeshaushalt jährlich zusätzliche Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe bringen.