Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Aston Martin und Toyota wollen auf der Basis des Toyota iQ einen luxuriösen Kleinstwagen für die Stadt bauen. Eine Studie gibt es schon mal.
Da wird sich Mrs. Bond aber freuen: Während ihr Gatte im schnittigen Aston Martin mal wieder das Empire und die Welt rettet, kann sie künftig mit der gleichen Edelmarke beim Supermarkt um die Ecke vorfahren. Die britische Edelschmiede bastelt derzeit an einem umweltfreundlichen Stadtauto für gehobene Geheimagenten-Gattinnen und präsentierte die Studie des Kleinwagens "Cygnet".
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Feinschliff: Wenn schon klein, dann trotzdem Aston Martin (© Foto: Pressinform)
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Natürlich hat in gewisser Weise auch "Q" seine genialen Finger mit im Spiel: Als Basis für den nur drei Meter langen Winzling dient Toyotas Kleinster - der iQ. Die Ausstattung und das designerische Finish steuert Aston Martin bei. Um den Ansprüchen der Aston Martin-Kundschaft zu genügen, soll der Cygnet im klassischen Aston Martin-Design angefahren kommen und sich auch bei der Ausstattung an den aktuellen Modellen orientieren. Unter dem Blech allerdings wird der Cygnet auf die Technik des Japaners zurückgreifen. Über den Preis gibt es nur Gerüchte (angeblich rund 33.000 Dollar), über Technik und Motoren nicht einmal das.
Die Zusammenarbeit erstaunt, weil Toyota und Aston Martin an äußerst gegenüberliegenden Polen des automobilen Universums liegen: Hier der Hersteller erlesener Luxussportwagen, die nach Kundenwunsch individualisiert werden - dort der Großserienhersteller von Fahrzeugen des täglichen Bedarfs. Der billigste Aston Martin kostet von 114.000 Euro an aufwärts, verfügt über mindestens 426 PS aus wahlweise acht oder zwölf Zylindern und ist fünf Meter lang. Getränkt werden will er mit fast 20 Litern Super auf 100 Kilometer.
Den iQ dagegen gibt es schon für 12.700 Euro mit einem Ein-Liter-Motörchen und gerade mal 68 PS. Der Kleine ist nur drei Meter kurz und wiegt selbst voll beladen kaum über eine Tonne. Der Verbrauch des iQ liegt bei 4,3 Litern. Die Verschmelzung der beiden Konzepte wirkt, als würde man einen Dackel mit einem Windhund kreuzen.
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Kuriose Schilder (4)
Die Zielgruppe für den Cygnet sind Aston-Martin-Fahrer!
Das Teil wird so rar sein, das man es gleich zum Sammlerobjekt erklären kann. Für die eigentliche Zielgruppe ist der Wagen doch grotesk überteuert.
Der Cygnet soll laut Bez ausschließlich an Leute verkauft werden, die bereits einen "richtigen" Aston Martin besitzen, um ebendiesen Kunden eine Alternative für "alltägliches" Fahren zu bieten. Wenn ich aus unserem Vorort nur mal eben "in die Stadt" fahre, nehme ich auch nicht die große 1300er-Maschine, sondern den 125er-Roller.
Gute Idee Herr Bez,
für meisten täglichen Transportaufgaben ist ein Auto wie der iQ ausreichend und sinnvoll. Daher sollten sich alle Autohersteller ein Beispiel an Aston Martin nehmen und genauso verfahren:
Wie wäre es zB mit
- iQ-Golf (für ca. T 25)
- iQ-S-Klasse (für ca. T 80)
- iQ-Carrera (für ca. T 100)
- iQ-Ferrari (für T 150)
Man muss die Gleichteilestrategie und das Badge Engineering eben nur zu Ende denken .....
Zitat: "Was er [Bez] nicht sagt: Für Aston Martin ist es dabei ziemlich egal, wenn der Cygnet nur einige hundert Mal pro verkauft wird. Denn Ziel dürfte weniger die Steigerung des Umsatzes denn die Senkung des Flottenverbrauchs sein - sonst drohen künftig kräftige Strafzahlungen in der EU."
Bei Christian Wüst (ein wirklich fähiger Motorjournalist) klingt das auf SPIEGEL online (übrigens schon am 29. JuNi) authentischer:"Es gibt durchaus praktische Überlegungen, die für das Konzept sprechen: Der Flottenverbrauch wird erheblich sinken; doch als Kleinserienhersteller habe Aston Martin hier ohnehin keine schlimmen Sanktionen zu befürchten: "Das", sagt Bez, "ist nicht der Treiber." Er will dieses Projekt nicht an kleinen Rechenmodellen festmachen."