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Astronomie:Was die Phosphin-Messung auf der Venus zu bedeuten hat

Artwork showing surface of Venus Surface of Venus. Computer illustration of a view across the rocky surface of the plan

Vulkane und dichte Schwefelwolken: eine Illustration der Venus-Oberfläche.

(Foto: imago images/Science Photo Library)

Die Hoffnung auf Leben im All war nie größer. Noch halten Experten aber eine andere Erklärung der Ergebnisse für wahrscheinlicher.

Von Marlene Weiß

Vor langer Zeit war die Venus vermutlich recht heimelig. Bis vor rund 2,5 Milliarden Jahren dürfte der nächste Nachbarplanet der Erde Ozeane und eine Atmosphäre gehabt haben, die der irdischen ähnlich war, und sehr gemäßigte Temperaturen an der Oberfläche. Doch während auf der Erde das Leben explodierte, ging auf ihrem Zwilling Venus irgendwann etwas entsetzlich schief. Das Wasser verdampfte, Kohlendioxid reicherte sich in der Atmosphäre an, ein unkontrollierter Treibhauseffekt heizte den Planeten immer weiter auf. Heute ist Venus die Hölle im Sonnensystem. Eine Atmosphäre, die nahezu ausschließlich aus CO₂ besteht, an der Oberfläche ein Druck, wie er auf der Erde in 900 Meter Tiefe im Ozean herrscht, Temperaturen von 470 Grad Celsius - heiß genug, um Blei zu schmelzen. Und ausgerechnet dort soll es Leben geben?

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