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Ur-Menschen:Eine grüne Arabische Halbinsel

Es muss ein attraktives Ziel gewesen sein, denn die Arabische Halbinsel war der Rekonstruktion zufolge damals grün und fruchtbar, durchzogen von Seen und Flüssen, bewohnt von jagdbarem Wild wie Gazellen, wilden Eseln und Steinböcken. Somit konnten die frühen Auswanderer trotz ihrer primitiven Gerätschaften wahrscheinlich recht gut in einer Landschaft bestehen, die heute in weiten Teilen lebensfeindliche Wüste ist.

Die Studie könnte den Autoren zufolge auch Licht in ein weiteres prähistorisches Rätsel bringen, die Frage nämlich, wo die Erde bereits besiedelt war, als vor 74.000 Jahren in der vielleicht größten Naturkatastrophen der letzten zwei Millionen Jahre der Vulkan Toba auf der indonesischen Insel Sumatra ausbrach.

In der durch den Staub bedingten, jahrelangen Eiszeit starb womöglich ein Großteil der damals lebenden Menschen. Unklar ist dabei, wie Werkzeuge aus dieser Zeit zu deuten sind, die im südindischen Jwalapuram gefunden wurden.

Manche Forscher schreiben sie dem Homo erectus zu; andere glauben, dass sie von modernen Menschen gefertigt wurden, die sich getrennt in Asien entwickelt hatten und erst durch die Toba-Katastrophe ums Leben gekommen sind.

Die neuen Ergebnisse stützen eine weitere Theorie: Vielleicht sind manche Menschen von der Arabischen Halbinsel noch weiter gewandert, über die wegen des niedrigen Meeresspiegels ebenfalls leicht zu passierende Straße von Hormus weiter nach Iran und Indien.