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Unnützes Google-Doodle-Wissen:Dian Fossey und der geheimnisvolle Mord im Dschungel

Dian Fossey

Google ehrt Dian Fossey mit einem Google Doodle.

(Foto: Screenshot Google)

Dian Fossey konnte besser mit Berggorillas als mit Menschen. Die Forscherin widmete ihr Leben den Affen und kämpfte gegen Wilderer. Doch ihre Karriere begann mit einer peinlichen Panne - und ihre Ermordung ist bis heute nicht aufgeklärt.

Immer wieder zeigt Google auf der Startseite bunte Bilder oder Animationen - und erinnert damit an besondere Menschen oder Ereignisse. Wir sagen Ihnen, was Sie zum Google-Doodle unbedingt wissen müssen. Heute: 82. Geburtstag der 1985 ermordeten Zoologin Dian Fossey.

Das ist zu sehen:

Berge, Dschungel, Affen - und ein Gorilla, der sachte, fast zärtlich eine Frau berührt. Diese Frau ist Dian Fossey. Und auch wenn das Google Doodle eigentlich die Arbeit der Forscherin ehren soll, spielen die Hauptrolle heute ihre Forschungsobjekte: die Berggorillas. Jahrelang lebte die Amerikanerin mit den Tieren in Ruanda, erstellte Studien und kämpfte gegen Wilderer. Bekannt wurde sie durch Dokumentationen und Artikel. Doch so sehr Dian Fossey die Affen in ihr Herz geschlossen hatte, so schwer fiel es ihr, Beziehungen zu Menschen aufzubauen.

Dinge, die Sie wissen müssen:

  • Die Karriere von Dian Fossey begründet sich auf 14 Shilling - und einer Panne. Im Jahr 1963 hatte die damals 31-jährige genug von ihrem Job als Ergotherapeutin und fuhr nach Tansania, um sich die Ausgrabungen des berühmten Paläonanthropologen Louis Leakey in der Olduvai-Schlucht anzuschauen. "Wieder so eine lästige Touristin", murmelte der Forscher, als Fossey mit ihrer Bitte an ihn herantrat - ließ sie dann aber für eine Gebühr von 14 Shilling selbst das Gelände erkunden. Als Fossey die Versteinerungen einer Giraffe sah, stolperte sie vor Aufregung, fiel einen Hang hinunter, beschädigte das Fundstück und verletzte sich. Der Schmerz war so groß, dass Dian Fossey sich über der Versteinerung erbrach. Leakey war dadurch nicht abgeschreckt. Drei Jahre später trafen sich die beiden erneut - und der Forscher unterbreitete Fossey das Angebot, sein "Gorilla Girl" zu werden und ihn bei einer Langzeitstudie mit Berggorillas zu unterstützen. Neben Fossey gewann Leakey zwei weitere Frauen für die Erforschung von Primaten: Jane Goodall, die Schimpansen untersuchte, und Birutė Galdikas, die sich mit Orang-Utans beschäftigte.
  • Der Lieblings-Gorilla von Dian Fossey hieß wegen einer Anomalie an der rechten Hand "Digit" (Finger). Zehn Jahre lang beobachtete die Zoologin den Silberrücken, der am 31. Dezember 1977 von Wilderern getötet wurde, als er versuchte, seine Familie zu schützen. Für das Leben von Fossey stellte der Tod von Digit einen Wendepunkt dar. Sie agierte nicht mehr nur als beobachtende Forscherin, sondern wurde zur Aktivistin, die sich für die Belange der Gorillas einsetzte. Bekannt wurde die Geschichte von Digit durch den Film "Gorillas im Nebel", in dem Dian Fossey von Sigourney Weaver gespielt wird.
  • Ein Rätsel bis heute ist der Tod von Dian Fossey. Am Morgen des 27. Dezember 1985 wurde die Zoologin mit eingeschlagenem Schädel in ihrer Hütte im Karisoke Research Center gefunden. Wer die grausame Tat verübt hat, ist bis heute nicht aufgeklärt. Meist ist von Wilderern die Rede. Aber es gibt auch Stimmen, die sagen, als Täter kämen Kräfte in Frage, die Fossey beseitigen ließen, weil sie die touristische Ausnutzung der Gorilla-Populationen behinderte. Offenbar kam es in der Hütte zum Kampf mit dem Mörder. Die Zoologin konnte sogar noch zu einer Pistole greifen. Doch die Munition darin hatte das falsche Kaliber. In einem Videoclip ehren der populäre Tierfilmer Sir David Attenborough und Kollegen der britischen BBC die Arbeit von Fossey.

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Naturschützer, Fans von "Aktenzeichen XY ... ungelöst" und alle, denen das Affenhaus im Zoo langweilig geworden ist.

Google Doodle 2014

Willkommen, Winter!

Mit diesem Satz können Sie beim Mittagessen punkten:

"Wer heute Tiere tötet, tötet morgen Menschen, die ihm im Weg sind." (Zitat von Dian Fossey)

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