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Umweltfreundliche Produkte:Grüne Wunder

Drucken mit Kaffeesatz oder Sonnenbrillen mit Solarkollektoren: Solche grünen Ideen sind - genial oder schlicht skurril? Helfen Sie uns, das zu entscheiden.

Berit Uhlmann

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Grüne Produkte Standby-Monster

Quelle: SZ

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Drucken mit Kaffeesatz oder Sonnenbrillen mit Solarkollektoren: Wir haben grüne Ideen gesammelt und möchten von Ihnen wissen, was Sie davon halten. Die meisten dieser Vorschläge wurden (noch) nicht realisiert. Doch gäbe es diese Produkte, würden Sie sie nutzen? Stimmen Sie ab!

Monsteraugen drohen Stromfressern

Die Geräte, die in deutschen Haushalten im Standby-Modus vor sich hin glimmen, verbrauchen auf das Jahr hochgerechnet Strom für 3,3 Milliarden Euro. Dafür - so das Umweltbundesamt - müssen zwei Kernkraftwerke eine ganzes Jahr lang laufen.

Diese Dimension macht das kleine Lämpchen wohl kaum jemandem deutlich und genau deshalb hat eine Britin die "Standby-Monster" im Rahmen eines Ideenwettbewerbs für grüne Produkte erfunden.

Die augenförmigen Linsen werden auf die Standby-Leuchte geklebt und funkeln jeden, der seinen Fernseher wieder nicht richtig ausgeschaltet hat, drohend an.

Foto: Greener Gadgets

Grüne Produkte Drucken mit Teebeuteln

Quelle: SZ

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Drucken mit Teebeuteln

Das Image von Druckern ist nicht das Beste. Sie verbrauchen Strom, laden zur Papierverschwendung ein und produzieren möglicherweise gesundheitsschädigenden Feinstaub.

Anders dieser grüne Drucker: Er gewinnt seine Farbe aus alten Teeblättern oder Kaffeesatz, die von oben in die Patrone hineingefüllt werden.

Wird diese Patrone zügig hin- und herbewegt, druckt das Gerät - ein Verfahren, von dem man nicht fürchten braucht, dass es zu übermäßigem Papierverbrauch animiert.

Foto: Greener Gadgets

Grüne Produkte Fernbedienung zum Schütteln

Quelle: SZ

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Schüttel-Fernbedienung

Etwa eine Milliarde Batterien pro Jahr werden Schätzungen zufolge in Deutschland verbraucht. Trotz Rücknahmepflicht der Geschäfte landen nach Angaben des BUND noch immer zwei Drittel davon im Hausmüll und schaden durch ihre Schwermetalle der Umwelt.

Dabei kann man kleinere Strommengen nachgerade aus dem Ärmel schütteln und damit Batterien ersetzen, meinten jedenfalls Wissenschaftler der Universität Seoul, als sie die Schüttel-Fernbedienung entwarfen.

Per Handrütteln lässt sich demnach ein Strom von 20 bis 30 Milliampere erzeugen - genug um ein Infrarot-Signal an den Fernseher zu senden. Je nachdem in welche Richtung man die Fernbedienung schwenkt, wird die Lautstärke geregelt oder der Sender gewechselt. Drückt man beim Schütteln einen Knopf, wird der Fernseher ein- oder ausgeschaltet oder das Steuerungsmenü aufgerufen.

Foto: red dot design award

grüne Produkte, Windhelm

Quelle: SZ

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Windmühle im Helm

Der Fahrradhelm hat eine Mini-Windmühle - bestehend aus einem Propeller und einem Motor - in sein Gehäuse integriert.

Je schneller der Biker fährt, umso größer ist seine Energieausbeute. Damit soll er beispielsweise Handys oder Digitalkameras aufladen können.

Foto: Greener Gadgets

Grüne Produkte sustainable dancefloor

Quelle: SZ

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Tanz-Energie

Die "nachhaltige Tanzfläche" lässt ihre Gäste beim Rocken Strom erzeugen. Sie wandelt die kinetische Energie der stampfenden Füße in Strom um, der dann zur Beleuchtung des Raumes dient.

Die weltweit erste Tanzfläche dieser Art wurde in einem Club in Rotterdam installiert. Auch in einer Londoner Bar gibt es das Konzept bereits.

Foto: Sustainable Danceclub

grüne Produkte/Pillen-Seife

Quelle: SZ

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Pillen-Seife

Nicht alle Seifen sind leicht zu dosieren. Im schlimmsten Fall bilden sie einen hässlichen Schmierfilm in ihrer Ablage, der mit viel Wasser durch den Abfluss gespült wird und - je nach Inhaltsstoffen - die Umwelt belastet. Auch krümelige Seifenreste werden von vielen Menschen als unappetitlich empfunden und damit ungenutzt entsorgt.

Zwei Designer reduzierten Seife daher auf ihre Grundfunktion: Nicht Lifestyle-Produkt, sondern hygienisches Zubehör soll ihr Reinigungsutensil sein - was sie auch im medizinisch anmutenden Namen ausdrücken: Pillen-Seife.

Die schlichten, kompakten Miniseifen werden in einem wiederauffüllbaren Behälter aufbewahrt und liefern genau so viel Seife, wie für eine Handwäsche gebraucht wird. Verschwendung von Seife und Wasser soll damit weitgehend der Hahn abgedreht werden.

Fotos: dpa/red dot design award

Känguruh

Quelle: SZ

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Kängurus auf die Teller

Rinder schädigen das Klima, indem sie Methan in die Atmophäre rülpsen, das erheblich zur Erderwärmung beiträgt. Kängurus dagegen entlassen kein Methan aus ihrem Verdauungstrakt.

Aus Australien kam daher der Vorschlag, Rindersteaks künftig durch Fleisch der Beuteltiere zu ersetzen. Da in Australien ohnehin eine Känguruplage herrscht, bräuchte man die Zahl der Tiere nur zu verfünffachen und die Rinderzucht entsprechend zu reduzieren, um 16 Megatonnen Methan weniger in die Atmosphäre zu lassen. Man muss dann nur noch die Menschen von dem neuen Speiseplan überzeugen.

Foto: dpa

Grüne Produkte Sonnenbrille mit Solargläsern

Quelle: SZ

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Solarenergie aus der Sonnenbrille

Das klingt erst mal gut: Den Feind für sich arbeiten lassen. Die Gläser dieser Sonnenbrille blocken übermäßige Strahlung nicht nur ab, sondern wandeln sie in Strom um.

Die Solarkollektoren auf den Gläsern sind mit einem kleinen Gerät verbunden, das die Energie speichert und bei Bedarf wieder abgibt - beispielsweise für den Betrieb eines MP3-Players.

Foto: Yanko Design

Grüne Produkte: guilty wallet

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Brieftasche mit Schuldbewusstsein

Habgier, Zorn, Völlerei, Hochmut, Neid, Wollust und Faulheit gelten als die sieben Todsünden und sind nach Auffassung eines Briten auch die Triebfedern vieler Konsumenten. Seine "schuldbewussten Brieftaschen" symbolisieren diese Motive und sollen ihren Besitzer vor jedem Kauf zu der Frage animieren: Brauche ich dieses Produkt wirklich oder treibt mich nur eine der Sünden an die Ladenkasse?

Den Konsum drastisch einzuschränken, ist einer der radikalsten Ansätze, deren Potential sich schwer abschätzen lässt. Nur eine Zahl zum Hintergrund: Der Transport - zu dem der Handel entscheidend beiträgt - ist innerhalb der EU zu etwa 30 Prozent am CO2-Ausstoß beteiligt - und er ist der einzige Sektor, dessen Emissionen permanent steigen.

Foto: Greener Gadgets

Grüne Produkte Wasserspender

Quelle: SZ

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Tropfenfänger

126 Liter Wasser verbraucht jeder Deutsche täglich. Ein Teil davon könnte eingespart werden und warum nicht mit kleinen Mengen anfangen?

Dieser Wasserspender hat eine Gießkanne als Überlaufbehälter. Zwei bis dreimal in der Woche habe sich eine Kannenfüllung angesammelt, sagen die Erfinder des Geräts. Im gleichen Rhytmus werden auch die meisten Zimmerpflanzen gegossen. So wäre es doch praktisch, beides zu kombinieren - oder?

Foto: red dot design award

Text: sueddeutsche.de/gal/bgr

© sueddeutsche.de
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