bedeckt München 20°

Psychologie:Zeig dich!

Viele Menschen entscheiden sich dagegen, eigene Unsicherheiten und Schwächen zu zeigen.

(Foto: PinkShot/Fotolia; Bearbeitung SZ)

Menschen fürchten sich davor, als verletzlich oder unsicher zu gelten. Dabei haben Forscher festgestellt: Die Außenwelt schätzt es, wenn jemand die Fassade fallen lässt. Wer sich öffnet, gilt als stark.

Von Sebastian Herrmann

Gleich kommt Besuch, und es sieht daheim wieder aus, als sei eine Horde Poltergeister durchs Haus marodiert. Die Gastgeber stellt das vor ein Dilemma: Entweder putzen, wischen und drapieren sie nun, damit der Abend in makellosem Ambiente stattfindet. Dann aber würde das Essen nicht rechtzeitig fertig. Kochen geht vor, es wird also nur mäßig penibel aufgeräumt. Die Gastgeber entschuldigen sich vielmals bei ihren Freunden und lachen gequält. Die Gäste versichern, dass ihnen das gar nichts ausmache - sie im Gegenteil sogar froh seien, dass es nicht aussehe, als sei das ganze Haus für den Abend desinfiziert worden.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
High angle view of mother using laptop at table while father sitting with children in living room , model released, prop
Gesellschaft
Das Modell Kleinfamilie hat versagt
SZ-Serie "Beziehungsweise", Folge 1
Gibt es Liebe ohne Sex?
Aktien Börsen Anlage
MSCI World
Der Schummel-Index, dem Anleger vertrauen
Markus Söder
Kanzlerkandidatur
Markus, der Starke
Tokyo
Corona-Pandemie
Was wir von Asien lernen können
Zur SZ-Startseite