PhotovoltaikSo bombastisch sieht die Zukunft der Solarenergie aus

Solarstrom wird heute an den ungewöhnlichsten Orten gewonnen. Diese sieben Projekte zeigen, was die Technologie bewirken kann.

Von Christoph Behrens

Energieautarkie für Großprojekte

Die Strommenge von 100 Atomreaktoren soll in Indien künftig die Sonne liefern. Dieses Ziel, 100 Gigawatt Solarstrom, hat sich das Land bis 2022 gesteckt. Der Flughafen der Stadt Cochin im Bundesstaat Kerala ist da auf einem guten Weg: Auf einer Fläche von 50 Hektar liefern Tausende Solarpanele seit einigen Monaten genug Strom, um sämtliche Terminals zu versorgen. Jede Woche starten und landen in Cochin etwa 1000 Maschinen.

Mit zwölf Megawatt Leistung wird der Flughafen damit laut dem Solaranbieter Bosch "netzneutral", das heißt er speist etwa die gleiche Menge Strom ins Netz ein, wie er für den Verbrauch entnimmt. Ganz unabhängig von der Außenwelt ist der Flughafen damit noch nicht - falls die Sonne nicht scheint, muss Strom hinzugekauft werden. Die Stromrechnung sinkt dennoch ganz erheblich. Rund 8,5 Millionen Euro habe die Anlage gekostet, sagte der Flughafenchef der BBC. Innerhalb von sechs Jahren will er das Geld wieder eingespart haben. Andere indische Flughäfen hätten sich bereits nach dem Konzept erkundigt.

Bild: Cochin International Airport 17. September 2017, 09:462017-09-17 09:46:00 © SZ.de/beu