Umweltschutz:Das Palmöl-Dilemma

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Palmölfabrik in Indonesien

Weltweit sind etwa drei Millionen Menschen in der Palmöl-Industrie beschäftigt.

(Foto: Mast Irham/picture alliance / dpa)

Palmöl hat einen miserablen Ruf: Es ist ungesund, wird oft unter unwürdigen Bedingungen produziert und schadet dem Klima. Warum ein Boykott das Problem jedoch nicht lösen kann.

Von Andrea Hoferichter

Die Qual der Wahl drängt sich vor dem Supermarktregal mit Schokocremes auf. Unter einem Produkt wirbt ein gelbes Schild mit der Aufschrift "palmölfrei". Laut Etikett enthält der Aufstrich stattdessen Raps- und Sonnenblumenöl. Das klingt erst mal gut, denn der Ruf von Palmöl, das unter anderem auch in Pizza, Putzmitteln und Kosmetik steckt, ist miserabel. Millionen Hektar Regenwald, einst Heimat von Affen, Elefanten und vielen anderen Tieren sowie Pflanzen, wurden für das Öl schon vernichtet und dabei Unmengen Kohlendioxid freigesetzt. Zudem arbeiten die Menschen auf den Plantagen oft unter unwürdigen Bedingungen.

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