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Ornithologie:Grüße aus der Vogel-WG

Heinroth mit Seeadler Gunther. Der schaut zwar grimmig, war aber äußerst friedfertig.

(Foto: Oskar Heinroth, restauriert von Klaus Nigge/Knesebeck Verlag)

Eine Nachtschwalbe brütet auf dem Teppich, ein Specht hackt Löcher in den Schrank: Das Forscherpaar Magdalena und Oskar Heinroth zog rund 1000 Vögel in seiner Wohnung auf - und legte so die Grundlagen moderner Verhaltensforschung.

Ludwig war verschwunden. Seine Besitzer suchten ihn per Zeitungsanzeige: "Trappe entflogen. Braun und schwarz gebändert, grauer Kopf." Besonders beunruhigt dürften Oskar und Magdalena Heinroth über Ludwigs eigenmächtigen Ausflug jedoch nicht gewesen sein. Sie waren Scherereien mit dem stattlichen Vogel gewohnt. Trappen machten "durch ihr nach menschlichen Begriffen ungemein einfältiges Benehmen auch recht viel Ärger", heißt es in dem Buch "Vögel Mitteleuropas". Und weiter: "Trappen sind Sargnägel, pflegte meine Frau immer zu sagen."

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