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Neue Bilder von Pluto:Gefrorene Ebenen und Gletscher aus Stickstoff

Was für ein Panorama: Raumsonde "New Horizons" zeigt den Zwergplaneten Pluto als zerklüftete Welt voller scharfkantiger Berge, glattpolierter Flächen und fremdartiger Flüsse.

10 Bilder

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Quelle: AFP

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Zerklüftete Gebirge, eiskalte Ebenen und ein vielschichtiger Nebel: Dieses Panoramabild von Pluto schoss die Raumsonde New Horizons, wenige Minuten nachdem sie rund 12 500 Kilometer an dem Zwergplaneten vorbeigeflogen war. Aus dieser Perspektive blickte die Sonde Richtung Sonne und fing so die Abenddämmerung ein. Das wenige Licht, das den Himmelskörper erreicht, bringt seine dünne Atmosphäre zur Geltung: Ein Schleier, vermutlich aus Methan, erstreckt sich in mehreren Schichten bis zu 120 Kilometer über der Oberfläche Plutos und verleiht ihm eine glänzende Erscheinung.

Das Bild entstand bereits Mitte Juli, doch da die Datenmengen so riesig sind, die New Horizons beim Vorbeiflug aufgenommen hat, kommen die Bilder erst nach und nach auf der Erde an.

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Quelle: AP

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Auf dieser Aufnahme ist rechts oben die zentrale herzförmige Ebene "Sputnik Planum" zu sehen. Sie ist nach Sputnik benannt, dem ersten künstlichen Satelliten der Menscheit. Links von ihr ragen bis zu 3500 Meter hohe Berge empor.

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Quelle: NASA/JHUAPL/SwRI

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Plutos Herz: Die Ebene könnte von gefrorenem Stickstoff überzogen sein. Wissenschaftler der Nasa vermuten, dass sich der Stickstoff in der Atmosphäre anreichert und in den höher gelegenen Regionen (rechts) als Gletscher ablagert.

Das Rechteck unten im Bild markiert eine Detailaufnahme...

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Quelle: NASA/JHUAPL/SwRI

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... der Stickstoffströme. Die roten Pfeile kennzeichnen die vermuteten Stickstoffgletscher, die durch Täler aus dem Hochland in Richtung der Ebene (blaue Pfeile) wälzen. Wie die Bergrücken und Gruben rechts ("Ridges and Pits") entstanden sind, ist bislang unklar.

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Quelle: AFP

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Ein aus Einzelbildern zusammengesetztes Foto zeigt Pluto aus einer Entfernung von etwa 1800 Kilometern.

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Quelle: AFP

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Detailaufnahme am nordwestlichen Rand der Ebene: zersplittertes, an vielen Stellen zerklüftetes Terrain.

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Quelle: AFP

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Links dunkle Mosaike, in der Mitte feine dünenartige Strukturen, unten Krater: Das Gelände auf Pluto ist für seine geringe Größe erstaunlich komplex. Der Zwergplanet hat lediglich einen Durchmesser von 2370 Kilometern (Erde: 12 740 Kilometer, Mond: 3480 Kilometer).

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Quelle: AP

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Das Bild entspricht von links nach rechts etwa einer Länge von 350 Kilometern auf der Oberfläche Plutos. Die dunklen Regionen scheinen älter zu sein, die helleren sollen später entstanden sein.

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Quelle: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Southwest Research Institute

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Diese Aufnahme zeigt eine Region, auf der es gerade Nacht wird. Ein hoch liegender Schleier in der Atmosphäre sorgt für eine Art Dämmerung. Das Sonnenlicht wird gestreut und Regionen hinter dem Sichthorizont der Sonne werden dennoch geringfügig angestrahlt. Das Bild rechts ist stark aufgehellt, um den Effekt zu verdeutlichen. "Terminator" bezeichnet die Linie zwischen Tag und Nacht.

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Quelle: NASA/JHUAPL/SwRI

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An der Tag/Nacht-Grenze führt der Nebel führt wie ein Weichzeichner dazu, dass die Konturen verschwimmen.

© Süddeutsche.de/chrb/jhs

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