Klimawandel Weniger Scheu dank CO2

Die steigende Kohlendioxidkonzentration im Meer könnte das Verhalten von Fischen verändern. Larven von Clownfischen etwa verlieren dadurch offenbar die Scheu vor Feinden.

Von Sebastian Herrmann

Die steigende CO2 -Konzentration in den Meeren verändert offenbar das Verhalten von Fischen. Biologen um Philip Munday von der australischen James Cook Universität haben beobachtet, dass Larven von Clownfischen dadurch die Scheu vor dem Geruch ihrer Fressfeinde verlieren (PNAS, online).

Aufgrund der steigenden Kohlendioxidkonzentration im Meer könnte der Nachwuchs der Clownfische die natürliche Scheu vor Feinden verlieren. Das zeigen Experimente mit manipuliertem Wasser.

(Foto: dpa)

Die Jungfische zeigten keinen Fluchtreflex, wenn die Wissenschaftler den Duft eines Fressfeindes ins künstlich manipulierte Wasser gaben. Mit steigender CO2-Konzentration wirkte der Geruch eines Feindes sogar anziehend auf die Fische.

Die Sterberate lag in dem Versuch fünf- bis neunmal so hoch wie unter den derzeit tatsächlich gegebenen Bedingungen. Die Versauerung der Meer durch steigende CO2-Aufnahme bedrohe demnach nicht nur Meerestiere, deren Körper Kalk enthalte, so die Forscher.