Klimawandel Erderwärmung führt zu mehr extremen Regenfällen

Unwetter in Brandenburg im Sommer 2017

(Foto: dpa)
  • Infolge der Erderwärmung gibt es in einigen Regionen mehr extreme Regenfälle, heißt es in einer Studie des Potsdam-Insituts für Klimafolgenforschung (PIK).
  • Seit 1980 steigt etwa in den USA oder Europa die Anzahl der rekordnassen Monate.
  • Auf der Südhalbkugel gebe es hingegen mehr Trockenheit bis hin zu Dürren.

Wegen der Erderwärmung gibt es regional mehr extreme Regenfälle oder mehr Trockenheit bis hin zu Dürren. Das zeigt eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), die am Mittwoch am Rande der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz präsentiert wurde.

Demnach leiden etwa der Osten und die Mitte der USA, Nordeuropa und Nordasien vermehrt unter schweren Regenfällen, mit teils verheerenden Überschwemmungen. Im Gegensatz dazu gebe es in den meisten afrikanischen Regionen häufiger Monate mit zu wenig Regen.

Die Studie ist den Angaben des PIK zufolge die erste, die systematisch die Veränderungen der monatlichen Rekord-Niederschlagsereignisse analysiert und quantifiziert, basierend auf Daten von weltweit rund 50 000 Wetterstationen von 1980 bis 2013. In der Zeit sei etwa in den östlichen und zentralen Regionen der USA die Zahl der rekordnassen Monate um mehr als 25 Prozent angestiegen. Die Forscher schätzen, dass etwa jeder sechste Regenrekord direkt auf den Klimawandel zurückzuführen ist.

Eine zentrale Schlussfolgerung aus der Studie lautet, dass die Landregionen in den Tropen und Subtropen im Allgemeinen mehr Trockenrekorde und die nördlichen mittleren bis hohen Breiten mehr Nässerekorde erleben. Dies entspreche weitgehend den Mustern, die Wissenschaftler durch den menschgemachten Klimawandel erwarten, hieß es. Die Autoren der Studie nannten es bedenklich, "dass wir bereits bei nur einem Grad globaler Erwärmung einen so deutlichen Anstieg solcher Extreme sehen". Das Team um Jascha Lehmann veröffentlichte die Arbeit in den Geophysical Research Letters.

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