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Forschung - Rostock:Millionenförderung für Rostocker Phosphorforschung

Rostock (dpa/mv) - Die 2015 begonnene Phosphorforschung in Rostock erhält für die vier kommenden Jahre eine weitere Förderung in Höhe von gut 1,1 Millionen Euro. Das Geld stammt von der Leibniz-Gemeinschaft. Damit könne die Arbeit des sogenannten Leibniz-WissenschaftsCampus Phosphorforschung Rostock fortgesetzt worden, teilte das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) am Dienstag mit. In dem Campus haben sich fünf regionale Leibniz-Institute und die Universität Rostock zusammengeschlossen. Die Schweriner Landesregierung unterstütze den Campus ebenfalls.

Phosphor spiele eine wichtige Rolle als essenzielles Element für alle Lebewesen und sei zugleich von zentraler Bedeutung in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen und industriellen Produktionsprozessen, sagte IOW-Chef und Campus-Sprecher Ulrich Bathmann. Die Verfügbarkeit sei jedoch begrenzt, Phosphor sei gleichzeitig nicht durch andere Substanzen zu ersetzen.

Ohne einschneidende, weltweite Veränderungen in der Nutzung sei langfristig die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung gefährdet. Ineffiziente Phosphornutzung in der Landwirtschaft sei oft die Ursache für erhebliche Umweltprobleme, da große Mengen ungenutzt in die Ökosysteme gelangen und diese durch Überdüngung aus dem Gleichgewicht bringen, sagte Bathmann.