Ungewöhnlich viele Atemwegserkrankungen:Laut WHO keine unbekannten Krankheitserreger aus China gemeldet

Ungewöhnlich viele Atemwegserkrankungen: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte von China Informationen eingefordert, nachdem dort gehäuft Atemwegserkrankungen aufgetreten waren.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte von China Informationen eingefordert, nachdem dort gehäuft Atemwegserkrankungen aufgetreten waren.

(Foto: DENIS BALIBOUSE/REUTERS)

Im Norden des Landes hatten sich bei Kindern zuletzt Lungenentzündungen mit unbekannter Ursache gehäuft. Nach einem Telefonat mit China vermeldet die Weltgesundheitsorganisation beruhigendere Nachrichten.

Nach der ungewöhnlichen Häufung von Atemwegserkrankungen bei Kindern in China hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach Rücksprache mit chinesischen Behörden positive Nachrichten vermeldet. In einer Telefonkonferenz habe die chinesische Gesundheitsbehörde betont, dass sie keine ungewöhnlichen oder neuen Krankheitserreger oder ungewöhnliche Krankheitsbilder entdeckt habe, berichtete die WHO am Donnerstagabend in Genf.

Die Erkrankungen gingen auf mehrere bekannte Krankheitserreger zurück, darunter Rhinoviren, RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) und Mykoplasmen-Infektionen (Mycoplasma pneumoniae), berichteten die chinesischen Behörden der WHO. Dabei handelt es sich um zellwandlose Bakterien, die nur bei Menschen vorkommen und weltweit verbreitet sind. Sie können vor allem bei Kindern und Jugendlichen Tracheobronchitis oder Lungenentzündung auslösen. Weil die Bakterien zellwandlos sind, haben sie eine Resistenz gegen bestimmte Antibiotika, können nach Angaben der WHO mit anderen Antibiotika aber problemlos behandelt werden.

Seit Tagen kursieren Berichte von vollen Kinderkrankenhäusern

Die WHO hatte Informationen von China eingefordert, nachdem eine Häufung von Atemwegserkrankungen im Norden Chinas bekannt geworden war. Medien hatten über eine Häufung nicht diagnostizierter Lungenentzündungen unter Kindern in der Region berichtet. Die Nationale Gesundheitskommission Chinas führt die Zunahme solcher Erkrankungen im Land auf die Verbreitung bekannter Erreger nach Aufhebung der Corona-Maßnahmen zurück. Auch in anderen Ländern wie Deutschland hatte es danach besonders starke Wellen von Atemwegskrankheiten gegeben.

In Chinas sozialen Medien kursieren seit Tagen Berichte und Bilder von vollen Kinderkrankenhäusern. Die WHO empfahl China, die Fälle weiterhin zu überwachen. Menschen sollten sich gegen Influenza und Covid-19 möglichst impfen lassen, sich von Kranken fernhalten und sich selbst isolieren, wenn sie krank sind, bei Bedarf Mund-Nase-Masken tragen, für gute Lüftung sorgen und sich regelmäßig die Hände waschen.

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