Biologie Ohne Männer geht es nicht

Flora, ein weiblicher Komodo-Waran aus dem Chester Zoo im Nordwesten Englands, brütete 2006 drei Eier aus, ohne dass vorher ein Partner mit von der Partie war.

(Foto: Andrew Yates/AFP)

Die Weibchen vieler Tierarten können ganz alleine Nachwuchs zeugen. Trotzdem hat sich die aufwendige geschlechtliche Fortpflanzung im Lauf der Evolution durchgesetzt. Warum eigentlich?

Von Kathrin Zinkant

Nina hatte den Tod nicht gescheut: Gute zwei Meter trennten sie von ihrem Raja, Höhenmeter wohlgemerkt. Von Leidenschaft getrieben gelang es ihr, die trennende Wand zu erklimmen. Bis Nina rutschte und ihrem Liebhaber schlicht vor die Füße fiel. Kurze Zeit später erlag sie ihren inneren Verletzungen. Was für eine Tragödie! Und eine doppelte noch dazu. Denn Nina, der Komodowaran im Zoo von London, hätte das Männchen Raja für die Familiengründung ja gar nicht gebraucht.

Wie es anders geht, das ...