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Wolfgang Schäuble:Die schwarze Eminenz

Wolfgang Schäuble

"Ob wir schon in dem Stadium sind, wo die Lawine im Tal unten angekommen ist, oder ob wir in dem Stadium im oberen Ende des Hanges sind, weiß ich nicht": Wolfgang Schäuble 2015 zu Merkels Flüchtlingspolitik.

(Foto: Regina Schmeken)

Wolfgang Schäuble hat über mehrere Jahrzehnte hinweg die deutsche Politik geprägt. Kanzlerin Angela Merkel kann auf ihn zählen - allerdings nicht immer.

Von Cerstin Gammelin, Berlin

Wolfgang Schäuble hat ein großes, helles Büro im Bundestag. Aber manchmal wird es ihm zu eng. Dann schreibt der Bundestagspräsident Aufsätze, in denen er die Welt erklärt. "Aus eigener Stärke" heißt der vorerst letzte Aufschlag, erschienen vor gut einer Woche in der FAZ; ein Ausflug in europäische Höhen, verbunden mit dem klaren Arbeitsauftrag, nicht über Geld zu streiten, sondern eine Vision zu entwickeln. Und selbstredend mit dem Hinweis, "wir wären in Europa heute bedeutend weiter, wenn ..." - man früher auf ihn gehört hätte. Dieser Hinweis ist so etwas wie der erste Schäublesche Lehrsatz: Er hat es schon immer besser gewusst. Selbst in der Schuldenkrise, als der Jurist mit der Bemerkung "anders als manche Ökonomen glauben" so manchen Volkswirt gegen sich aufbrachte.

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