Lobbyarbeit:Wirecards versteckte Glücksspiel-Interessen

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Lobbyarbeit: Illustration: Stefan Dimitrov

Illustration: Stefan Dimitrov

Im Verborgenen lobbyierte Wirecard gezielt für laxere Glücksspielgesetze. Interner Schriftverkehr zeigt, wie der Konzern dabei vorging.

Von Jan Willmroth, Frankfurt

An einem Tag im Winter vor sechs Jahren war Burkhard Ley ganz oben angekommen. Der damalige Finanzvorstand der Wirecard AG war bereits seit einiger Zeit im Interesse der konzerneigenen Bank unterwegs, suchte den Kontakt zur Politik, ließ sich Zugang verschaffen zu jenen Menschen, die in Deutschland und Europa über die Gesetze für das Glücksspiel entscheiden. Am 19. Januar 2015 traf sich Ley in Brüssel mit Günther Oettinger (CDU), damals EU-Kommissar und Deutschlands einflussreichster Mann in der europäischen Hauptstadt. Er habe sich sehr über die Gelegenheit gefreut, schrieb Ley im Nachgang an Oettingers Büro, den "einzigartigen Geschäftsansatz" von Wirecard vorzustellen.

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