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Verkehr - Hannover:Land geht gegen gefährliche Hochzeitskorsos vor

Hannover (dpa/lni) - Niedersachsen will konsequent gegen von Gewalt begleitete Hochzeitskorsos vorgehen. Die Polizei dürfe gefährliche Verkehrsverstöße, den Einsatz von Pyrotechnik sowie den Gebrauch von Schuss- und Schreckschusswaffen nicht tolerieren, heißt es in einem Erlass des Innenministeriums. Zuvor hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" darüber berichtet. Dem Blatt zufolge sollen die Beamten entschieden handeln, indem sie den Teilnehmern an gefährlichen Hochzeitskorsos die Weiterfahrt untersagen, ihre Führerscheine beschlagnahmen und die Wagen sicherstellen.

"Auch bislang wurden alle rechtlichen Mittel eingesetzt, um gegen Hochzeitskorso vorzugehen, wenn diese den Straßenverkehr gefährlich behindern oder Schusswaffen gebraucht wurden", sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Freitag in Hannover. Man wolle mit dem Erlass alle Polizisten ermutigen, diese Mittel anzuwenden.

In diesem Jahr wurden in Niedersachsen bisher sieben Vorfälle bei Hochzeitskorsos gemeldet. Wie aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervorgeht, gab es drei problematische Korsos in Hannover, zwei in Braunschweig und jeweils einen in Gifhorn und Ehlershausen. In vier Fällen wurde geschossen. Die Teilnehmer stammten aus türkischen, kurdischen und libanesischen Familien.