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Verhandlungen:Kaiser's-Tengelmann - Rewe und Edeka einig über Filialaufteilung

Kaiser's Tengelmann

Kaiser's Tengelmann beschäftigt heute in gut 400 Filialen in München und Oberbayern, im Großraum Berlin und im Rheinland etwa 15 000 Mitarbeiter.

(Foto: dpa)
  • Beide Unternehmen einigten sich darauf, welche Kaiser's-Tengelmann-Filialen in Berlin Edeka an Rewe weiterreichen wird.
  • Die Verhandlungen sind aber immer noch nicht abgeschlossen. Offen ist nach wie vor der Kaufpreis.

Im Ringen um die verlustreiche Supermarktkette Kaiser's Tengelmann haben Rewe und Edeka eine wichtige Hürde genommen. Beide Unternehmen einigten sich darauf, welche Kaiser's-Tengelmann-Filialen in Berlin Edeka an Rewe weiterreichen wird. Das sagte ein Rewe-Sprecher in Köln.

Abgeschlossen sind die Verhandlungen damit aber noch nicht. Nach wie vor offen sei der Kaufpreis. Und auch Details des Kaufvertrages müssten noch ausgehandelt werden, hieß es.

Tengelmann, Edeka und Rewe hatten sich bereits vor zwei Wochen in einem von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) geleiteten Schlichtungsverfahren auf die Grundzüge eines Kompromisses geeinigt. Doch erwies sich das Aushandeln der Details danach als schwieriger als erwartet. Die Einigung über die Aufteilung des Filialnetzes stellt hier einen wichtigen Fortschritt dar.

15 000 Mitarbeiter in gut 400 Filialen

Schon vor zwei Jahren wurde beschlossen, dass Kaiser's Tengelmann an Edeka verkauft werden sollte. Die Kette schreibt seit Langem Verluste. Bei ihr sind inzwischen noch etwa 15 000 Mitarbeiter in gut 400 Filialen beschäftigt. Das Bundeskartellamt untersagte den Deal jedoch zunächst.

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel intervenierte mit der Ministererlaubnis. Das Oberlandesgericht Düsseldorf stoppte diese aber nach einer Beschwerde der Edeka-Konkurrenten Rewe, Norma und Markant. Ein Schlichtungsverfahren unter der Leitung von Altkanzler Gerhard Schröder brachte schließlich erste Fortschritte.

© SZ.de/dpa/afp/lalse
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