Verdacht des Wertpapierbetrugs US-Börsenaufsicht verklagt Elon Musk - Tesla-Aktie gibt nach

Wird verdächtigt, falsche und irreführende Angaben gegenüber Investoren gemacht zu haben: Tesla-Chef Elon Musk

(Foto: REUTERS)

Der Tesla-Chef soll falsche und irreführende Angaben gegenüber Investoren gemacht haben. US-Medienberichten zufolge prüft auch das Justizministerium den Fall.

Die US-Börsenaufsicht SEC hat eine Klage wegen möglichen Wertpapierbetrugs gegen Tesla-Chef Elon Musk eingereicht. Der Unternehmer werde von der Behörde verdächtigt, mit seinen Tweets zu einem möglichen Rückzug von der Börse falsche und irreführende Angaben gegenüber Investoren gemacht zu haben. Die Tesla-Aktie brach daraufhin nachbörslich um rund zwölf Prozent ein.

Musk hatte im August völlig überraschend bei Twitter angekündigt, Tesla zu einem Preis von 420 Dollar pro Anteilsschein womöglich von der Börse nehmen zu wollen. Die Finanzierung dafür sei gesichert. Nach nur gut zwei Wochen wurde der waghalsige Plan dann wieder abgeblasen.

Verärgerte Investoren hatten bereits wenige Tage nach der Ankündigung des Tesla-Chefs Sammelklagen vor einem US-Gericht eingereicht. Sie werfen Musk vor, durch seine Äußerungen zum Ende der Börsennotierung den Kurs der Tesla-Aktie künstlich in die Höhe getrieben und gezielt jene Anleger geschädigt zu haben, die auf einen Fall des Kurses gesetzt hatten. Laut US-Medienberichten prüft auch das Justizministerium den Fall.

Tesla war 2010 an die Börse gegangen, Musk hält selbst knapp ein Fünftel der Anteile. Mit den Praktiken des Börsengeschäfts hat er jedoch immer wieder öffentlich gehadert.

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