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Tesla:Elon Musk hat sich vertwittert

Japanese billionaire businessman is SpaceX's Moon tourist

Hat Ärger mit der US-Justiz: Elon Musk

(Foto: AFP)
  • Die Ankündigung des Tesla-Chefs Elon Musk, den Elektroautohersteller von der Börse nehmen zu wollen, ist ins Blickfeld von Strafermittlern geraten.
  • Das US-Justizministerium hat beim Unternehmen Unterlagen zu dem Vorgang angefragt.
  • Tesla äußerte die Hoffnung, dass die Analyse der ausgehändigten Dokumente die Angelegenheit aus der Welt schaffen werde.

"Finanzierung gesichert." Das sind die beiden Worte, die Elon Musk nun gefährlich werden könnten. Der Chef des Elektroautobauers Tesla hatte sie am 7. August auf dem sozialen Netzwerk Twitter geschrieben, verbunden mit der Überlegung, sein Unternehmen von der Börse zu nehmen. Die amerikanische Börsenaufsicht ermittelt, weil diese Finanzierung nicht gesichert gewesen war und Musk seine forsche Ankündigung mittlerweile rückgängig gemacht hat.

Nun hat auch das US-Justizministerium Ermittlungen gegen Musk wegen des Verdachts auf Betrug eingeleitet. In einem Statement von Tesla heißt es, das Justizministerium habe im vergangenen Monat um Unterlagen gebeten: "Wir respektieren diese Anfrage und hoffen, dass die Angelegenheit aufgrund unserer freiwilligen Bereitstellung schnell gelöst sein wird." Das Justizministerium wollte die Ermittlungen bislang weder bestätigen noch dementieren. Twitter ist einer von drei Kommunikationswegen von Elon Musk.

Die zweite: Produktvorstellungen seiner Unternehmen wie etwa jene am Montag bei SpaceX, als er den japanischen Milliardär Yusaku Maezawa als ersten Weltall-Touristen seiner Raumfahrtfirma vorstellte und vor einer Falcon-9-Rakete auf die Schultern nahm. Die dritte: Die seltenen Interviews, die auf den ersten Blick intim wirken (über die Abhängigkeit von Schlafmitteln, Einsamkeit oder Marihuana), in Kombination aber geplant daherkommen. Sie sollen das Image von Musk als rebellisches Genie und weltverbessernder Workaholic fördern.

Die Einträge bei Twitter scheinen die Öffentlichkeit jedoch ungefiltert und ungeprüft zu erreichen. Den britischen Taucher Vernon Unsworth zum Beispiel hat er als "pedo guy" bezeichnet, als Pädophilen. Der hatte es während der Rettung der in einer Höhle gefangenen Fußballmannschaft in Thailand gewagt, die von Musk angebotene Mission mit einem Mini-U-Boot als "PR-Stunt" zu bezeichnen. Unsworth hat Musk am Montag auf Unterlassung und Schmerzensgeld in Höhe von 75 000 Dollar verklagt.

Das Privatvermögen von Musk wird auf mehr als 20 Milliarden Dollar geschätzt, eine Strafverfolgung durch das amerikanische Justizministerium ist dennoch wenig erfreulich. Musk hatte wenige Wochen nach der Ankündigung einräumen müssen, dass es nur eine lose Zusage aus Saudi-Arabien gegeben habe, und dass nach Gesprächen mit Investoren für ihn offenkundig sei, dass Tesla besser dran sei als börsennotierte Aktiengesellschaft. Die Aktie des Unternehmens hat in den vergangenen vier Wochen mehr als ein Drittel des Wertes verloren, die Meldung über die Ermittlungen sorgte innerhalb einer Stunde noch einmal für einen Kursverlust von mehr als sechs Prozent.

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