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Unternehmen - Rostock:Verband: MV-Unternehmen zu wenig international ausgerichtet

Rostock (dpa/mv) - Der Unternehmerverband Rostock-Mittleres Mecklenburg hat seine meist kleinen und mittleren Firmen aufgerufen, sich verstärkt um internationale Kontakte zu bemühen. Gerade für die ersten Schritte hin zu einer internationalen Zusammenarbeit gebe es jedoch zu wenig Unterstützung für die Firmenchefs, sagte Verbandsgeschäftsführerin Manuela Balan vor dem Unternehmertag am Donnerstag in Rostock. Dabei zeigten viele Beispiele, wie sich aus ersten, kleinen Schritten eine wirkungsvolle Zusammenarbeit entwickeln könne. "Manchmal reicht es ja auch schon, die eigene Produktpalette um ein Detail zu erweitern", sagte Balan.

"Bei den kleineren Firmen reicht oft die Kapazität nicht aus, um ein solch aufwendiges Thema ausreichend zu bearbeiten." Doch erste Schritte könnten die Entstehung einer Kernzelle beschleunigen. Sie schlug dafür die Einrichtung eines "Kümmerers" vor. Der könne die Unternehmen beraten und dann helfen, die entstandenen Kooperationen auch am Leben zu erhalten. Der Kümmerer könne von den Unternehmensverbänden gestellt werden, wenn die entsprechende Unterstützung da wäre. Diese könne beispielsweise aus dem Europäischen Sozialfonds stammen.

Auch der Chef der Staatskanzlei, Reinhard Meyer, rief die Wirtschaft in MV dazu auf, noch stärker auf den Außenhandel zu setzen. Das Land habe 2018 einen Außenhandelsrekord aufgestellt. "Wir müssen aber vor allem beim Export noch stärker werden. Es gibt viele kleine Unternehmen, die mit ihren Produkten Spitze sind." Sie sollten vermehrt ihre Chancen auf internationalen Märkten suchen. Dabei seien die regelmäßig Wirtschaftsdelegationsreisen der Landesregierung das wichtigste Förderinstrument.

Balan berichtete von einer gelungenen Kooperation zwischen einem russischen Unternehmen, das in Mecklenburg-Vorpommern mit wildwachsenden Moorbeeren handeln wollte, und einem hiesigen Unternehmen. Über die Vermittlung des Verbands sei die Zusammenarbeit mit dem MV-Unternehmen entstanden, das sich auf Ernte und Verarbeitung von Sanddorn spezialisiert habe. Inzwischen gebe es eine rege Zusammenarbeit über die Beeren hinweg bis hin zu Erntemaschinen.